Impulse des „Instituts für Ehe und Familie“ für Tagespost-Leser

Das Leben stellt Fragen an uns

Ein Trainingsprogramm für Kinder und Teenies: Leidensfähigkeit.
Leidensfähigkeit - Trainingsprogramm für Kinder und Teenies in Coronazeiten
Foto: Arno Burgi (dpa-Zentralbild)

Leidensfähigkeit ist nach Viktor Frankl eine zu trainierende Fähigkeit. Gerade jetzt kann sie oft nicht umgangen werden. Selbst unsere Kinder und Teenies sind derzeit von Leidvollem betroffen. Sie vermissen Ihre Freunde, Oma und Opa, ihre Freizeit ist massiv eingeschränkt. Das Leiden, wo es nicht verhindert werden kann, gehört nach Viktor Frankl zum Menschsein dazu, zur „tragischen Trias“ von Leid, Schuld und Tod.

Leidensfähigkeit ist die Fähigkeit, zugunsten eines höheren Wertes auf etwas zu verzichten, aber auch etwas zu erdulden, durchzuhalten, weiterzumachen, auszuhalten oder auch rechtzeitig loszulassen. Sie hilft uns dabei, das Unbekannte zu wagen und Ungewissheit auszuhalten.

Verzicht schenkt Selbstkontrolle

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In unserer westlichen Welt wird durch Reichtum und Überangebot die Stärke des Verzichts häufig übersehen. Sie ist jedoch wichtig, denn sie schenkt Kindern Selbstkontrolle, stärkt ihr Selbstvertrauen in ihr Können und ihre Fähigkeiten. „Ich bin wertvoll, so wie ich bin. Nutzen Sie als Eltern die Möglichkeit, ihr Leben zu vereinfachen und trauen Sie diesen Lifestyle auch Ihren Kindern zu!

Sich überwinden bedeutet, sich selbst und sein Eigenes bewahren, in schwierigen Umständen Halt finden und sich zum Guten halten, wenn es anstrengend wird. Wenn Sie Ihre Kinder und Teenies stärken, ihren Verzichts- und Überwindungsmuskel so zu trainieren, wird ihre Leidensfähigkeit gestärkt. Das Schicksal, das ein Mensch erleidet, hat also erstens den Sinn, gestaltet zu werden – wo möglich, zweitens, den Sinn, getragen zu werden – wenn nötig, meinte Viktor Frankl. Wie also können Sie als Eltern mit Ihren Kindern und Teenies dem leidvollen Schicksal begegnen? Hier der Rat von Viktor Frankl: Nicht WIR stellen die Fragen, sondern DAS LEBEN stellt die Fragen an uns!

Fragen Sie wozu statt warum

Vermeiden Sie Fragen nach dem Warum. Es ist hilfreich, wenn Ihre Fragen nun lauten: Wozu bin herausgefordert? Was ist die beste Möglichkeit, die es zu verwirklichen gilt? Versuchen Sie auch mit Ihren Kindern an solchen Fragen zu arbeiten. Hier liegt Ihre Chance, die richtige Antwort zu geben oder diese gemeinsam als Familie zu finden. Gestalten Sie auf dem Boden Ihrer Lebenswirklichkeit als Familie jeden Tag den Freiraum, der Ihnen heute gegeben ist. Das was Ihnen derzeit möglich ist, ist Ihr Boden, Ihre Lebenswelt.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Ehe und Familie (IEF) in Wien, einer Einrichtung der Österreichischen Bischofskonferenz, bietet Ihnen „Die Tagespost“ für die Dauer der Corona-Krise täglich einen Tipp für Ehen und Familien. Weitergehende Hintergründe, Informationen und Analysen finden Sie in Ihrer jeden Donnerstag erscheinenden TAGESPOST sowie auf www.ief.at/coronahilfe

 

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Magdalena Sutter

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