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USA: Mutter bringt Kind für homosexuellen Sohn zur Welt

Eine 61-Jährige stellte sich im US-Bundesstaat Nebraska als Leihmutter für das Kind ihres Sohnes zur Verfügung. Die Mutter spricht von „bedingungsloser Liebe“, Kritiker von einem Tabubruch.
61-Jährige bringt eigene Enkelin zur Welt
Foto: Ariel Panowicz (Ariel Panowicz) | Matthew Eledge (l), seine Mutter Cecile Eledge (M), und Matthews Mann, Elliot Dougherty, heißen das Baby Uma nach ihrer Geburt willkommen.

Im US-Bundesstaat Nebraska hat eine 61-Jährige ihr eigenes Enkelkind zur Welt gebracht: Cecile Eledge stellte sich als Leihmutter für ihren homosexuellen Sohn Matthew und dessen Ehemann zur Verfügung. Die Eizellen stammten von der Schwester von Matthews Ehemann. Zur Befruchtung der Eizellen wurden Matthews Spermien verwendet. Die US-Nachrichtenportale „CNN“, „Buzzfeed“ und „NBC“ berichteten über den Fall.

Rechtlich ist Matthews Mutter nun auch die Mutter seiner Tochter

Ursprünglich sollen Matthew Eledge und sein Lebenspartner, Elliot Dougherty, nach einer anderen Person als Leihmutter gesucht haben. Im konservativen Nebraska hätten sie als homosexuelles Paar jedoch gezögert, wird Eledge zitiert. Daher habe sich schließlich Matthews Mutter Cecile als Leihmutterangeboten.

Aufgrund der Gesetzeslage im Bundesstaat Nebraska ist Matthew zwar der Vater, seine Mutter jedoch auch gleichzeitig die Mutter des vor wenigen Tagen geborenen Mädchens mit dem Namen Uma. Matthews Partner muss das Kind adoptieren, wenn er rechtlich als Elternteil gelten will. Cecile Eledge erklärte, sie habe nie mit ihrer Entscheidung gezögert. „Ich habe mich einfach so gefreut, gemeinsam mit ihnen an diesem Abenteuer teilhaben zu können. Es war einfach bedingungslose Liebe.“

US-Publizist Rod Dreher spricht von einem Tabubruch

Auf ablehnende Reaktion auf die Umstände der Geburt ihrer Tochter sind Matthew und sein Partner laut eigener Aussage vorbereitet. Kritische Stellungnahmen zur künstlichen Zeugung Umas gab es bereits, beispielsweise von dem konservativen US-Publizisten Rod Dreher. Dieser hob in einem Kommentar für das Magazin „American Conservative“ die „verstörenden Aspekte“ des Falles hervor und sprach von mehrfachem Inzest. Es gebe zwei Arten von Menschen: „Einerseits diejenigen, die nun instinktiv abgeschreckt sind, andererseits diejenigen, die das für eine tolle Sache halten, die sich mit Geld, Technik und dem Willen, Tabus zu brechen, erreichen lässt“, so Dreher.

DT/mlu

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