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Mosebach: „Wiedervereinigung war für mich große Freude“

Der Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach ist noch immer froh über das wiedervereinigte Deutschland. Die Rolle der EU sieht er jedoch äußerst skeptisch.
Martin Mosebach zu EU und Wiedervereinigung
Foto: Marc Tirl (dpa-Zentralbild) | "Das politische Europa der EU wird wie jedes große Reich nur eine Episode sein", meint der Schriftsteller Martin Mosebach.

Der Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach hat Verständnis für Ostdeutsche, die „von staatlicher Erziehung und Beeinflussung genug haben“. Im Gespräch mit der „Tagespost“ betont der mehrfach ausgezeichnete Autor, dass die Wiedervereinigung für ihn „ eine große Freude“ gewesen sei und dies „immer noch“ ist. „Mit Erwartungen bin ich aber stets vorsichtig gewesen.“

"Das kulturelle und religiöse Europa hat
mit der EU nicht das Geringste zu tun"
Martin Mosebach, Schriftsteller

Die Rolle der EU sieht der 68-Jährige 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer äußerst skeptisch. „Das kulturelle und religiöse Europa hat doch mit der EU nicht das Geringste zu tun“, so Mosebach gegenüber der Zeitung. „Die Regierungen haben geradezu besessen darauf Wert gelegt, dass die gemeinsame Prägung durch das Christentum für dieses politische Gebilde nicht die geringste Rolle spielen dürfte, und als geistiges Fundament sogenannte Werte der Aufklärung genannt, ohne nur zu definieren, was man unter ,Aufklärung' verstehen wollte. Das politische Europa der EU wird wie jedes große Reich nur eine Episode sein.“

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Kirche als Leuchtturm des Übernatürlichen in der Welt

Hoffnung findet Martin Mosebach, der zuletzt mit dem Buch „Die 21. Eine Reise ins Land der koptischen Martyrer“ für Aufsehen sorgte, in einem soliden Katholizismus. „Ich glaube, dass wir beruhigter kommenden Katastrophen entgegengehen können, wenn die Kirche ein Leuchtturm des Übernatürlichen in der Welt bleibt.“

DT/mee

Lesen Sie das komplette Interview mit Martin Mosebach in der kommenden Ausgabe der Tagespost.

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Redaktion Martin Mosebach

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