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Glaubenszeugen im Nationalsozialismus

Musiker waren Glaubenszeugen im Nationalsozialismus. Prälat Helmut Moll hat diese Märtyrer besonders gewürdigt.
Orgel in der Kulturkirche St. Jakobi, Stralsund.
Foto: Stefan Sauer (dpa) | Gut ausgebildete Kirchenmusiker bleiben also auch heute wichtig. Im Bild: Musizierender Engel auf der Orgel in der Kulturkirche St. Jakobi, Stralsund.

Musik spielte im Nationalsozialismus eine wichtige Rolle. Ein herausragendes Beispiel ist der Propagandafilm über den Hitlerjungen Quex mit dem Titellied „Unsere Fahne flattert uns voran“, das auch in einer aufklärenden Umgebung leicht ins Unbewusste dringen kann. Daher war es für die Nationalsozialisten wichtig, regimekritische Musiker genau im Blick zu behalten, die häufig im KZ, wo sie mit anderen Inhaftierten weitersangen, ermordet wurden. Leider sind viele dieser Musiker vergessen. Dies wollte Prälat Helmut Moll ändern, der im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz ein Verzeichnis der Märtyrer und Glaubenszeugen erstellte, die Deutschland im 20. Jahrhundert zu verzeichnen hat.

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Musiker bleiben wichtig

Durch seinen besonderen Blick auf die Musik zeigt Moll, welch  Rolle die geistliche Musik für die Festigung des Glaubens und damit für die Stärkung der Gabe der Unterscheidung hat. Als in den dreißiger Jahren immer mehr Lieder der Nationalsozialisten erklangen, griffen Katholiken zur Feder, als die Hitlerjugend ihr entgegenschmetterte: „Die Zeit des Kreuzes ist nun vorbei, das Sonnenrad will sich erheben, so werden durch Gott wir endlich frei, der Heimat die Ehre zu geben“; dagegen sangen junge Katholiken: „Sankt Michael, der vor Gottes Thron hält mit den Engeln Wache, du bist der Deutschen Schutzpatron, entscheide unsre Sache“. Gut ausgebildete Kirchenmusiker bleiben also auch heute wichtig, weil sonst eine geistliche, geistige und letztlich gesellschaftliche Abwärtsspirale in Gang gesetzt wird, deren Folgen am Ende viele tragen müssen.

DT/ari

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