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Spitzenblusen, Tarotkarten und die Sehnsucht nach Mutter Kirche

Der Mikrotrend "catholic aesthetic" prägt säkulare wie kirchliche Kreise. Was sich dahinter verbirgt, erklärt Autorin Emanuela Sutter.
Tarotkarten werden gelegt
Foto: IMAGO/Gemini (www.imago-images.de) | Rosenkranz, Tarotkarten, Alte Messe: Im "catholic aesthetic" schließt das eine das andere nicht aus.

Was haben Teenager in Spitzenblusen, reaktionäre Tradi-Katholiken in New York und Lana Del Rey gemeinsam? „Corrigenda“-Autorin Emanuela Sutter analysiert den Trend der „catholic aesthetic“ in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“ – und beschreibt, wie Figuren wie Apollonia aus Coppolas „Der Pate“ oder Julia von Baz Luhrmanns „Romeo und Julia“ zu Patroninnen dieses Mikrotrends geworden sind, der Medien und Mode in säkularen wie katholischen Kreisen prägt.

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„Sogenannte „tradcaths (auf deutsch: traditionalistische Katholiken), für die die Messe nur auf Latein in Frage kommt, die mit Begeisterung die Serie ,The young Pope‘ gucken und sich ausschließlich im guten alten ,Gentleman Stil‘ kleiden, gehören ebenso dazu wie ein 16-jähriger, Lana Del Rey hörender Teenager, der mit Rosenkranz um den Hals und Muttergottesstatuen aus Plastik auf seiner Kommode heute zur (alten) Messe geht, morgen Tarot-Karten legt und übermorgen Rosenkranz betet“, so Sutter.

Das Wissen um die unsichtbare Welt zieht an

Seit Corona habe sich auch in New York im sogenannten „Dimes Square“ ein Mikroviertel etabliert. Dort hätten sich, so Sutter, Millenials und Gen Zs niedergelassen, die „der linksliberalen, woken Hegemonie“ entfliehen wollten. Dort seien Trump-Kappen und „Trad-wife Kutten“ chic. Laut Sutter könne das Phänomen auf eine zunehmende Nostalgie zurückzuführen sein: Auf das unbewusste Wissen, dass es eine Heimat jenseits der sichtbaren Welt gebe. DT/sdu

 

Die ganze Analyse zur "catholic aesthetic" lesen Sie in der kommenden Ausgabe der "Tagespost."

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