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Bonifatiuswerk: Christliche Wurzeln gehören ins EU-Kulturerbejahr

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken will mit einem eigenen Projekt zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 die christliche Identität des Kontinents thematisieren.
Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
| In der Diaspora bekannt: die gelben Busse des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken. Foto: Bonifatiuswerk / Kunz.

"Wir können unsere christliche Vergangenheit nicht wie eine Schneekugel in ein Regal stellen und dann sagen: Ach, das war einmal das Christentum", sagte der Leiter des Projekts "Herkunft hat Zukunft", Sebastian Schwertfeger, am Mittwoch im Kölner domradio.

Dazu seien zu viele Themen wie etwa die Zuwanderung von Menschen aus anderen Kulturen zu bewältigen, so der Projektleiter. "Denen müssen wir auch etwas erzählen können oder sagen können und ihnen erklären können, was unsere Heimat ist und was unsere Identität in Europa ausmacht". Städtebau- und Bildungsstrukturen sowie die sozialen Einrichtungen zeugten davon, "dass alles mit den christlichen Wurzeln in Europa eng verwoben ist". Diese spielten auch heute noch eine Rolle, sagte Schwertfeger.

Im Rahmen des Projekts bietet das Bonifatiuswerk unter anderem Weiterbildungen für Lehrer. Für Schulkinder spielten Kirche, Glaube und Christentum heute nur noch eine abstrakte Rolle, hieß es weiter: "In der Schule wird zwar noch etwas über Religion vermittelt, aber Religion wird nicht als für sich relevant entdeckt, auch nicht die Wurzeln der Religion." Daher sollten sich junge Menschen auch praktisch mit dem Thema befassen, so Schwertfeger. Als Beispiel nannte er die Heiligen Europas, an deren Vorbild Jugendliche etwa "Lebensbewältigungsstrategien" kennenlernen könnten.

Ebenso seien junge Menschen eingeladen, bei einem Videowettbewerb in ihrem persönlichen Umfeld nach Spuren von Heiligen zu suchen. "Sich mit der eigenen Biografie auseinanderzusetzen, sie in Relation zu Europa zu setzen und zu erkennen, dass möglicherweise auch der eigene Name schon grenzüberschreitend ist, darum geht es", sagte Schwertfeger. Zu merken, "dass das Christentum heute noch lebendig ist und dass es noch Helden des Alltags gibt", könne wichtige Impulse geben.

KNA / jbj

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Christentum Katholikinnen und Katholiken

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