Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Heidelberg

Klaus Berger gestorben

Der Heidelberger Neutestamentler Klaus Berger ist gestern plötzlich gestorben.
Neutestamentler Klaus Berger ist plötzlich gestorben.
Foto: Peter Winnemöller

Der Heidelberger Neutestamentler Klaus Berger ist gestern Abend um 19:30 Uhr im Alter von 79 Jahren verstorben. Wie seine Ehefrau Christiane Nord der Tagespost mitteilte, erlitt Klaus Berger einen plötzlichen Herztod. Noch zu Pfingsten hatten sie  Urlaub an der Nordsee verlebt, wo der verstorbene noch sehr agil war. Gestern war ihm im Laufe des Tages etwas unwohl gewesen. Seine Ehefrau fand ihn am Abend an seinem Schreibtisch, wo er an seinem letzten Buch über Joachim von Fiore arbeitete. Klaus Berger hatte zwei Kinder. Er war Professor für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg.

Lesen Sie auch:

70 Bücher und 60 Doktoranden

Der Autor von 70 Büchern und Vater von 60 Doktoranden gab, obwohl er an einer evangelischen Fakultät lehrte, seinen katholischen Glauben nie auf. Berühmt waren die Nikolaustage, mit denen der Professor seinen Namenstag feierte. Über 22 Jahre lang waren diese die meistbesuchten Veranstaltungen jeden Studienjahres.  Berger gehörte zu den renommiertesten Neutestamentlern in Deutschland. Sein Werk wurde breit rezipiert. Er war Familiare der Abtei Heiligenkreuz. Im vergangenen Jahr wurde Klaus Berger in Heidelberg mit dem Augustin- Bea- Preis ausgezeichnet. 

DT/pwi

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen. Kostenlos erhalten Sie die aktuelle Ausgabe

Themen & Autoren
Redaktion Evangelische Kirche Klaus Berger Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Weitere Artikel

An Christi Himmelfahrt verschwand Jesus nicht einfach in den Wolken, sondern beheimatete das Menschliche für immer in Gott, schreibt Bernhard Meuser.
30.05.2025, 05 Uhr
Bernhard Meuser
Die „Gravamina“ der Kirche deutscher Nation zwischen Reformstau und Spaltung:  Wenn der Zeitgeist zum Maßstab des theologischen Denkens. Ein Essay von Klaus Berger +
30.07.2024, 19 Uhr
Redaktion

Kirche

Leo XIV. sei für das iranische Atomprogramm, behauptet der Präsident. Eine falsche Darstellung, die das Treffen Marco Rubios mit dem Papst am Donnerstag belasten könnte.
05.05.2026, 16 Uhr
Guido Horst
Der Vatikan veröffentlicht ein altes Dokument mit Neuigkeitswert. Nun ist klar: Die deutschen Bischöfe haben nicht nur mit dem Gehorsam, sondern auch mit der Wahrheit ein Problem.
05.05.2026, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch
Die Pfingstaktion von Renovabis zeigt, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt in Europa neu wachsen kann – von der Ukraine bis in den Südkaukasus.
05.05.2026, 14 Uhr
Margarete Strauss