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Leo ruft Priester zu Einheit und Umkehr auf

In der Messe zur Heilig-Jahr-Feier der Priester im Petersdom in Rom lädt der Papst die Geistlichen ein, „innig mit Jesus vereint zu Samen der Eintracht" zu werden.
Papst Leo XIV. bei der Messe zur Heilig-Jahr-Feier der Priester
Foto: IMAGO/Fabio Frustaci (www.imago-images.de) | Papst Leo XIV. bei der Messe zur Heilig-Jahr-Feier der Priester im Petersdom in Rom.

In seiner Predigt am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu hat Papst Leo XIV. die versammelten Priester und Weihekandidaten zu Einheit sowie zu einem Leben aus den Sakramenten und einer Hingabe nach dem Vorbild Jesu aufgerufen. Das Konzilsdokument „Lumen gentium" paraphrasierend, betonte er, dass der priesterliche Dienst „ein Dienst der Heiligung und Versöhnung für die Einheit des Leibes Christi“ sei. „Lasst uns versöhnt, vereint und verwandelt durch die Liebe, die überreich aus dem Herzen Christi strömt, gemeinsam auf seinen Spuren wandeln, demütig und entschlossen, fest im Glauben und offen für alle in der Liebe!“

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Leo wiederholte den Wunsch, den er zu Beginn seines Pontifikats geäußert hatte: „Eine geeinte Kirche, Zeichen der Einheit und der Gemeinschaft, die zum Ferment für eine versöhnte Welt wird.“ Je mehr Einheit unter den Gläubigen herrsche, desto mehr könnten sie „die Herde des Guten Hirten führen“, so der Papst. Das Zweite Vatikanische Konzil fordere „die Priester auf, jede Anstrengung zu unternehmen, um ,alle in der Liebe zu vereinen‘, indem sie die Unterschiede in Einklang bringen, damit ,niemand sich fremd fühlen kann‘“.

„Dem verwandelnden Wirken seines Geistes überlassen"

Unter Berufung auf die Lesungen des Tages lud er ein, sich „dem verwandelnden Wirken seines Geistes, der in uns wohnt, zu überlassen, und zwar auf einem täglichen Weg der Umkehr“, die darin bestehe, mit Christus „zusammenzuwirken, vor allem indem wir die Eucharistie (… ) in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen“, aber auch „durch den würdigen Empfang der Sakramente, vor allem durch die häufig geübte sakramentale Buße“. 

Auch „Gebet, Meditation des Wortes und den Dienst der Liebe“ nannte der Papst als Wegmarker, die dazu beitragen sollen, das eigene „Herz immer mehr dem Herzen „des Vaters der Erbarmungen“ anzugleichen: das Vorbild Christi, der dem einen Schaf nachlief, um es zu retten, seine eine „Einladung, die pastorale Liebe mit derselben Gesinnung des Vaters zu leben und in uns denselben Wunsch zu hegen: dass niemand verloren gehe“ sowie eine „Einladung, dass wir innig mit Jesus vereint zu Samen der Eintracht unter den Geschwistern werden“.

Leben heiliger Priester studieren

Den Weihekandidaten, die in dieser Messen zu Priestern geweiht wurden, trug Papst Leo auf, Gott sowie die Brüder und Schwestern zu lieben, großzügig zu sein und „eifrig in der Feier der Sakramente, im Gebet, insbesondere in der Anbetung, und in der Ausübung eures Amtes“. 

Weiter appellierte er: „Seid eurer Herde nahe, schenkt eure Zeit und eure Kräfte allen, ohne euch zu schonen, ohne Unterschiede zu machen, wie es uns die durchbohrte Seite des Gekreuzigten und das Beispiel der Heiligen lehren“. Zudem erinnerte der Papst an „wunderbare Gestalten priesterlicher Heiligkeit“, Vorbilder der Liebe, deren Reichtum die Priester bewahren sollten. Wörtlich sagte er: „Interessiert euch für ihre Geschichten, studiert ihr Leben und ihre Werke, ahmt ihre Tugenden nach, lasst euch von ihrem Eifer anstecken, ruft oft und beharrlich ihre Fürsprache an!“  DT/dsc

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