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Aachener Wallfahrt: „Wir brauchen ein Miteinander“

Der Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer verbucht die Aachener Wallfahrt gegenüber der „Tagespost“ als Erfolg. 
Heiligtumsfahrt in Aachen
Foto: IMAGO/Wassilis Aswestopoulos (www.imago-images.de) | Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer schaut im Interview auf die Heiligtumsfahrt in Aachen. Im Bild: Die Puppen am Puppenbrunnen sind entsprechend geschmückt.

Im Interview mit der „Tagespost“ zieht Wallfahrtsleiter Rolf-Peter Cremer eine positive Bilanz der Aachener Heiligtumsfahrt. „Uns ist es in Zeiten der Krise der Kirche gelungen, die Leute spüren zu lassen, welche Freude der Glaube machen kann“, so Cremer. Die Aachener Heiligtumswallfahrt stand unter dem Motto „Entdecke mich“. Angesichts der Pandemie, der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal und des Krieges in Europa stelle sich die Frage, was Christen und die Menschheit zusammenhalte.

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„In den letzten Jahren haben wir verstärkt gemerkt, dass wir nicht die Herren der Welt sind und ein Miteinander benötigen,“ so der Wallfahrtsleiter. Weder qualitativ noch quantitativ sei die Wallfahrt „in den Keller abgestürzt“, was heute nicht selbstverständlich sei. Mehr als 110 000 Gäste seien an den verschiedenen Veranstaltungsorten über die zehn Tage hinweg gezählt worden. Mit der diesjährigen Wallfahrt wollten die Veranstalter laut Cremer vermitteln, dass Kirche lebendig und einladend sein könne. 

Mit den Heiligtümern in Kontakt kommen

Die Heiligtumsfahrt umfasste insgesamt 140 Veranstaltungen und geistliche, aber auch kulturelle Angebote. Dennoch war sie laut Cremer vor allem ein geistliches Ereignis, mit dem Menschen aller Alters- und Interessengruppen an den Glauben herangeführt werden sollten. „Wir wollten ja kein irgendwie geartetes Festival veranstalteten, sondern dazu beitragen, dass die Menschen mit den Heiligtümern in Berührung kommen können“, so Cremer.  DT/sdu

Das ganze Interview mit allen Themen rund um die Aachener Heiligtumsfahrt lesen Sie in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

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