Es waren neue Töne, die der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Heiner Wilmer, bei der Eröffnungspressekonferenz zur Vollversammlung der Bischöfe in Fulda anschlug.
Angesichts der Landtagswahlen der letzten Wochen sprach Wilmer von einem Erstarken des „Populismus von rechts und von links“. Offensichtlich mit Blick auf den Erfolg der Linken in Berlin sagte Wilmer, Antisemitismus untergrabe die Demokratie und sei „Sünde“. Die Kirche stehe „an der Seite der jüdischen Bürger“. Der Bischof von Münster ging auch auf die Pläne der Berliner Linken ein, bei der Polizei zu sparen und deren Kompetenzen zu reduzieren. Es könne nicht sein, „über eine Reduktion bei Polizeikräften zu reden“.
Wilmer: Erklärung zu völkischem Nationalismus und Christentum weiter aktuell
Auf die AfD angesprochen sagte Wilmer, man müsse den Wählern der Partei „zuhören“. „Mir ist klar, dass auch Katholiken AfD wählen“, so der Bischof. Deshalb brauche es „Raum und Zeit zum Austausch“, „Formate, in denen wir keine Ansagen machen, sondern zuhören“. Zugleich unterstrich er, die Erklärung der Deutschen Bischöfe von 2024 mit dem Titel „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ sei weiterhin aktuell. In dem Schreiben hatten die katholischen Bischöfe vor zwei Jahren explizit auch die AfD kritisiert.
Nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hatte sich Irme Stetter-Karp, die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), zu Wort gemeldet und „den großen Ausgrenzungsplan der AfD“ kritisiert, war auf die Vorwürfe gegen die Berliner Linke bezüglich Antisemitismus und organisierter Kriminalität jedoch nicht eingegangen.
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