Missbrauchskrise

Missbrauchskrise: Papst wendet sich an US-Bischöfe

Papst Franziskus hat sich in einem persönlichen Brief zur Missbrauchskrise an die US-Bischöfe gewandt.
Papst Franziskus verurteilt entschieden die Vertuschung von Missbrauch
Foto: Filippo Monteforte (AFP/AP) | Papst Franziskus verurteilt die Vertuschung von Missbrauch.

In dem am Donnerstag vom Vatikan veröffentlichten Schreiben ermutigt Papst Franziskus zu Schritten gegen die "Kultur des Missbrauchs" und die Glaubwürdigkeitskrise der katholischen Kirche. Zugleich warnt er die Oberhirten vor Spaltung und Flucht vor Verantwortung. Er habe sich bemüht, bei dem Treffen dabeizusein, könne dies aber "aus logistischen Gründen" nicht, schrieb Franziskus.

Nachdenken über Ursachen und Folgen des sexuellen Missbrauchs

Die Bischöfe halten in einem Priesterseminar des Erzbistums Chicago seit Mittwoch geistliche Exerzitien, um über Ursachen und Folgen des sexuellen Missbrauchs durch Kleriker nachzudenken. Papst Franziskus hatte dies ausdrücklich gewünscht. Geleitet wird die Einkehrwoche vom päpstlichen Hausprediger Raniero Cantalamessa.

Zeit für Gebet, Fasten und geistliche Vorträge

Nach Informationen aus sozialen Netzwerken nehmen rund 230 der insgesamt 271 aktiven und 185 emeritierten Bischöfe an den Exerzitien teil. Eine Diskussion über Missbrauchsermittlungen sei nicht vorgesehen, sagte eine Sprecherin des Erzbistums Chicago laut Medienberichten Ende Dezember. Das Treffen im Mundelein Seminary nördlich von Chicago sei "strikt eine Zeit für Gebet, Fasten und geistliche Vorträge".

KNA / DT (jobo)

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