Der Vorsitzende der deutschen Bischöfe, Bischof Georg Bätzing, will nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren. In einem Schreiben an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), das dieser Zeitung vorliegt, teilte der Vorsitzende in dieser Woche mit, dass er sich „nach Beratung und reiflicher Überlegung" dazu entschieden habe.
„Nach wie vor empfinde ich es als eine große Ehre und Freude, diesen Dienst in wahrlich anspruchsvollen Zeiten zu tun, die zugleich neue Gestaltungsspielräume eröffnen“, erklärte der Limburger Diözesanbischof und dankte den Mitarbeitern des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz für ihre Unterstützung. Für das Miteinander in der Bischofskonferenz wünsche er „weiterhin den Mut zum offenen Wort, zu konstruktivem Ringen und die Bereitschaft aufeinander zuzugehen – um miteinander den Gläubigen in unserem Land und vielen mehr die Freude des Glaubens zu bezeugen“.
Nachfolge entscheidet sich im Februar
Georg Bätzing ist seit 2016 Bischof von Limburg und steht seit März 2020 der Deutschen Bischofskonferenz vor. In dieser Rolle leitet er gemeinsam mit der ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp das Präsidium des Synodalen Weges. Ende Januar findet die sechste und letzte Synodalversammlung in Stuttgart statt.
Im Februar wählen die deutschen Bischöfe während ihrer Frühjahrsvollversammlung turnusmäßig einen Vorsitzenden für die nächsten sechs Jahre. Nach der konfliktreichen Ära Bätzing besteht nun die Chance auf eine Kurskorrektur. Dem Hildesheimer Oberhirten Heiner Wilmer wird aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in Rom weltkirchliches Fingerspitzengefühl zugetraut, aber auch der Paderborner Oberhirte Udo Bentz und der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf gelten als aussichtsreiche Kandidaten für die Bätzing-Nachfolge. DT/jra
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