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Bei den „Franziskanern der Erneuerung“

Im New Yorker Stadtteil Bronx bietet sich eine Alternative zum lauwarmen Katholizismus der Wohlstandsgesellschaft.
Franziskaner der Erneuerung
Foto: (14768901) | Die Bronx sind ihr Revier: Hier arbeiten die Franziskaner der Erneuerung, der 1987 gegründete jüngste Zweig der großen franziskanischen Familie.

Die Gegend ist rau, nicht nur an diesem kalten Februartag, der New York eine dichte Schneeschicht gebracht hat. Während weiter im Süden in Manhattan die Hausmeister an der eleganten Park Avenue emsig beschäftigt sind, die weiße Pracht abzuräumen, schippt in der nordwestlich gelegenen Bronx niemand Schnee. Es liegt ein scharfer Cannabis-Geruch in der Luft, wenn man die U-Bahn-Station neben dem Yankee-Stadium verlässt. Weiße Gesichter sieht man jetzt nur noch selten.

Acht amerikanische Kapuziner waren nicht mehr zufrieden mit dem allzu bürgerlichen Ordensleben

Das ist ihr Revier: Hier arbeiten die Franziskaner der Erneuerung, der 1987 gegründete jüngste Zweig der großen franziskanischen Familie. Acht amerikanische Kapuziner waren damals nicht mehr zufrieden mit einem zu bürgerlich gewordenen Leben in ihrem Orden, wollten zurück zu den Anfängen und besonders zu radikaler Armut. Der damalige Erzbischof von New York, Terence Kardinal Cooke, sah das Potenzial und half bei den ersten Schritten zur Errichtung einer neuen Gemeinschaft. Sie unterstand zunächst dem Ortsbischof, bis sie 2018, nach Jahren der Prüfung und Bewährung, päpstlichen Rechtes wurde, mit heute gut 130 Mitgliedern und Niederlassungen in den USA, den britischen Inseln und Mittelamerika. Auch Schwestern der Erneuerung gibt es mittlerweile.

Aus dem bürgerlichen Leben gefallen, aber mit Hoffnung, umzusteuern

In der Bronx finden sich, gruppiert um eine frühere polnische Kirche, die jetzt von den Brüdern genutzt wird, ein Konvent und das „St. Anthony Shelter“ für Obdachlose, eine von insgesamt mehr als 500 staatlichen und kirchlichen Einrichtungen, die in der Stadt am Hudson die vielfältige Not aufzufangen suchen. Wer hier anklopft, ist aus dem bürgerlichen Leben herausgefallen, hat aber noch die Hoffnung, umzusteuern.

DT

Wie die „Franziskaner der Erneuerung“ benachteiligten Menschen zu einem besseren Leben verhelfen, erfahren sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 28. Februar.

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