„Säkulare Bigotterie“ - BBC in der Kritik

Beiträge im britischen TV-Sender zeigen offenen Antikatholizismus.

Jacob Rees-Mogg
Der katholische Parlamentarier Jacob Rees-Mogg. Foto: LadyGeekTV. Wikimedia (CC BY 2.0).

Der britische TV-Sender BBC ist in die Kritik geraten, weil in Interviews und Videos eine deutlich antikatholische Haltung zum Ausdruck kommt, die sich mit der Ethik guten Journalismus nur schwer in Einklang bringen lässt. Darüber berichtet ausführlich der Catholic Herald.

Zum einen wurde der konservative Abgeordnete Jacob Rees-Mogg in einem Interview mehrfach danach gefragt, ob sein katholischer Glaube einem politischen Amt, wie er es ausübt, nicht im Weg stehe. Die Bischöfe von Shrewsbury und Paisley, Mark Davies und John Keenan, reagierten empört auf den Verlauf des Interviews und warfen der BBC „ Bigotterie“ vor.

„Die Hatz auf einen Parlamentsabgeordneten wie Jacob Rees-Mogg, der einfach den Glauben der katholischen Kirche teilt, zeigt, dass die BBC und ihre Interviewer die katholische Lehre als etwas betrachten, das von der Öffentlichkeit nicht toleriert zu werden braucht. Es ist schwer, in dieser Behandlung von katholischen Politikern etwas anderes zu sehen als Bigotterie“, wird Bischof Davies zitiert. Bereits im vergangenen Monat hat Bischof Keenan sich über ein Video der BBC Schottland beschwert, in dem über die Kommunion gesagt wurde, sie schmecke „wie Pappe“ und rieche „nach Hass“.

Auch Rees-Moggs Parteifreund und Fraktionskollege Sir Edward Leigh kritisierte den britischen Sender: „Der BBC behandelt religiöse Menschen und insbesondere Katholiken als seien sie nicht Teil der modernen Welt“. Dem Sender wirft Leigh vor, damit Zwietracht zu säen: „Die Menschen in diesem Land kommen besser miteinander aus als es die BBC gerne hätte“.

Catholic Herald / DT (Josef Bordat)