CSU-Politiker Schmidt: Die NATO verteidigen

Gerade in der heutigen Zeit brauche es ein westliches Wertegerüst, das eine „Kultur der Verlässlichkeit und Vertragstreue“ ausstrahle, meint der Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, Christian Schmidt.
Donald Trump spricht beim Nato-Gipfel
Foto: Bernd von Jutrczenka (dpa) | 12.07.2018, Belgien, Brüssel: Donald Trump, Präsident der USA, äußert sich bei einer Pressekonferenz zum Abschluss des Nato-Gipfels. Im Hintergrund steht Trumps Sicherheitsberater John Bolton. Vom 11.

Der Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, Christian Schmidt, sieht die NATO als Wertebündnis, das es zu verteidigen gilt. Gerade in der heutigen Zeit, in der „voraufklärerische Regime der Unterdrückung der Individualität und Subsidiarität den Weg öffnen“, brauche es ein westliches Wertegerüst wie die NATO, das im Beistand gegen die Idee der kommunistischen Weltrevolution entstanden war. So äußert sich Schmidt, der auch CSU-Bundestagsabgeordneter ist, in einem Gastbeitrag für die „Tagespost“.

Wer die NATO gering achtet, gefährdet Zukunft in Freiheit

„Westlich“ bezeichnet Schmidt als eine regelbasierte Ordnungspolitik, „eine Kultur der Verlässlichkeit und Vertragstreue“. Willkürliche Koalitionen der Willigen gäben Europa keinen mitgestaltenden Einfluss, „sondern nur Hintersassentum“, betont der CSU-Politiker. „Die NATO ist eben auch ein Wertebündnis, das es zu verteidigen gilt, damit wir uns verteidigen und behaupten können.“ Wer das Bündnis gering achte, gefährde seine Zukunft in Freiheit.

Im Hinblick auf die Politik des US-Präsidenten Donald Trump weist Schmidt darauf hin, dass die festen Strukturen der NATO auch „robust gegen eindimensionale schlafwandlerische Attitüden einzelner Staaten oder ihrer Repräsentanten“ seien. „Erfolg und Nichterfolg der Weltgeschichte bilanziert sich nicht nach buchhalterischen Gewinn-/Verlustrechnungen.“ Auch wenn Deutsche und Europäer finanziell säumig seien, so Schmidt, hätten sie politisch und faktisch dennoch sehr viel geleistet.

Den ausführlichen Gastbeitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 19. Juli.
DT

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