Frankreich: Vorschlag eines Staatssekretariats für orientalische Christen

Das christliche Hilfswerk „SOS Chrétiens d'Orient“ fordert die französische Regierung dazu auf, sich verstärkt für die „älteren Brüder im Glauben“ einzusetzen.

Einsatz für Christen im Orient
Die französische Hilfswerk „SOS Chrétiens d’Orient“ tritt für die Schaffung eines Staatssekretariats ein, das sich der Sorge um die Christen des Orients widmen soll. Foto: Simon Kremer (dpa)

Die französische Hilfswerk „SOS Chrétiens d’Orient“ tritt für die Schaffung eines Staatssekretariats ein, das sich der Sorge um die Christen des Orients widmen soll. Ein Vorbild für die Einrichtung eines solchen Staatssekretariats beim Außenministerium könne Ungarn sein. Das schreiben Charles de Meyer und Benjamin Blanchart, Vorsitzender respektive Generaldirektor von „SOS Chrétiens d’Orient“ in einer Erklärung.

Einsatz für Wiedereröffnung der französischen Botschaft in Damaskus

Ein solches Staatssekretariat würde es Frankreich erlauben, seiner Berufung zur Unterstützung „unserer älteren Brüder im Glauben“ treu zu sein, ohne sich in die „souveränen Entscheidungen der Völker und Nationen des Nahen Ostens einzumischen“. Insbesondere sei auch zu bedenken, dass die christlichen Gemeinschaften bei der Entstehung vieler heutiger Nahost-Staaten wesentlich beteiligt waren oder zumindest Anteil daran hatten.
 
Zu den Aufgaben eines solchen Staatssekretariats gehört es laut dem Hilfswerk, die nahöstlichen Staaten zum schnelleren Umbau ihrer Institutionen und Gesellschaften im Sinn völliger Rechtsgleichheit für alle Bürger zu ermutigen, unabhängig vom Religionsbekenntnis. Auch der Einsatz für die Wiedereröffnung der französischen Botschaft in Damaskus spiele eine Rolle. Zudem könne ein Staatssekretariat für orientalische Christen darauf hinarbeiten, die Sanktionen abzuschaffen, die in Syrien „die Mächtigen reicher und die Armen ohnmächtig gemacht haben“, so die Leiter von „SOS Chrétien d'Orient“.

Frankreich könnte an der Spitze des Kampfes für die Glaubensfreiheit stehen

Frankreich könne an der Spitze des Kampfes für die Glaubensfreiheit stehen, schreiben de Meyer und Blanchard. Dies sei „eine Ehre, die dem Land nach so vielen diplomatischen Fehlern wieder viel Sympathie bringen könnte“.

DT/mlu/pm

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