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Klarer Kurs, Katholischer Journalismus
Plus Inhalt Gastbeitrag von Kardinal Müller

Warum Krieg?

Die Frage nach dem Ursprung kriegerischer Gewalt führt nicht zu tierischen Vorfahren, sondern zum Bruch des Menschen mit Gott.
Paris, Statue von Kain (Kain und Abel) von Vidal Henri im Jardin des Tuileries // Paris, Statue of Kain (Kain and Abel)
Foto: www.viennaslide.com via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | In der Mordtat Kains an seinem Bruder Abel haben wir gleichsam urtypisch das Wesenselement des Krieges sichtbar vor Augen. Im Bild: Statue von Kain von Henri Vidal im Jardin des Tuileries in Paris.

Der Begriff „gerechter Krieg“ klingt in christlichen Ohren wie ein Widerspruch in sich. Denn Gerechtigkeit ist die Gnade Gottes, die unser Herz mit seinem Frieden erfüllt und die unser Verhältnis zum Mitmenschen bestimmt. Krieg dagegen ist die Folge des durch die Ur- und Erbsünde zerstörten Verhältnisses des Menschen, der „wie Gott sein“ (Gen 3,5) wollte, zu seinem Schöpfer. Der Krieg zeigt sein diabolisches und dämonisches Gesicht in seiner destruktiven Gewalt gegen Sachen und Menschen bis hin zum Mord an dem Leben, dessen Herr allein Gott ist.

Hinweis: Dieser Artikel ist vor Abschluss des Probeabos erschienen, weswegen er in diesem nicht enthalten ist.
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