Podcast

Bischof Kozon erneuert Kritik am Synodalen Weg

Synodaler Weg vertritt teilweise radikale Positionen. Der Bischof von Kopenhagen spricht im Podcast der Diözese Dresden- Meißen. Gefahr der Spaltung wird befürchtet. 
Bischof Czeslaw Kozon  warnt vor radikaler Reformbestrebungen auf dem Synodalen Weg
Foto: Julia Steinbrecht (KNA) | Bischof Czeslaw Kozon warnt erneut vor radikaler Reformbestrebungen auf dem Synodalen Weg.

Im Podcast der Diözese Dresden- Meißen hat der Vorsitzende der Nordischen Bischofskonferenz, der Kopenhagener Bischof Czeslaw Kozon, seine Kritik am Synodalen Weg wiederholt. "Um den Synodalen Weg herum ist alles so öffentlich, wie es überhaupt sein kann. Jede Stimme wird gehört, jeder kann die Diskussionen in den Plenarversammlungen mitverfolgen", sagte Kozon. Da habe man gedacht, auch sie, die Bischöfe aus dem Norden könnten offen sprechen. Kritisch äußert sich der Bischof zur scheinbaren Alternativlosigkeit des Synodalen Weges. Er spüre, so Kozon, in all diesen Äußerungen, dass man eigentlich nicht immer genau den Stimmen der anderen Ortskirchen zuhöre.

Lesen Sie auch:

Klare Festlegungen

Hinsichtlich der Frage der Ordination von Frauen, der Freistellung des Zölibats oder der kirchlichen Lehre zur Sexualität würden auf dem Synodalen Weg radikale Standpunkte vertreten, stellt der Vorsitzende der nordischen Bischöfe fest und fährt fort, dies geschehe, ohne die Weltkirche einzubeziehen und obwohl es klare lehramtliche Positionen dazu gebe. Bischof Kozon sieht darin die Einheit der Kirche gefährdet. Es müsse erwähnt werden, so Kozon, dass Zölibat und Frauenweihe seit Jahrzehnten diskutiert würden.

Der Podcast in voller Länge:

Kritik mehrfach wiederholt

Die Schwächung der Glaubenspraxis sieht der Bischof von Kopenhagen als wesentlich älter an, als das Bekanntwerden der Missbrauchsfälle. Bischof Kozon moniert, dass so wenig über Evangelisierung und Katechese gesprochen werde. Die Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz hatten sich im März in einem Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz kritisch zum Synodalen Weg geäußert. Bischof Kozon ist Beobachter des Synodalen Weges und hatte sich in der Vergangenheit bereits zu Wort gemeldet. DT/pwi

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Weitere Artikel
Mit Beschwichtigungen hat der DBK-Vorsitzende Bätzing versucht, sich jede Art von Kritik am Synodalen Weg vom Leib zu halten. Nur hat er damit ein Eigentor geschossen.
06.05.2022, 11  Uhr
Dorothea Schmidt
Ermahnung statt Lob vom Nuntius. Der neuerliche Versuch, beim Synodalen Weg Applaus aus dem Ausland zu inszenieren, ging gewaltig daneben. Ein Blick auf die Beobachter klärt auf.
11.02.2022, 09  Uhr
Franziska Harter
Persönliche Impressionen einer Synodalen. Dorothea Schmidt sehnt sich nach einer Reform als Zurück auf den Weg der Nachfolge, gegründet auf einer lebensverändernden Erneuerung im Geist Gottes.
05.02.2022, 11  Uhr
Dorothea Schmidt
Themen & Autoren
Meldung Bischof Czeslaw Kozon Bischöfe Bistum Dresden-Meißen Synodaler Weg

Kirche

Weil der deutsche Katholizismus trotz Auflösungserscheinungen Wortführer in der Gesellschaft bleiben will, wird der Glaube beschwiegen. Der Missionsauftrag bleibt auf der Strecke.
25.05.2022, 19 Uhr
Christoph Böhr
Der Moskauer Patriarch beschädigt mit seiner Kriegstreiberei nicht nur sein eigenes Image, sondern die Glaubwürdigkeit der christlichen Verkündigung.
25.05.2022, 11 Uhr
Stephan Baier
Am Samstag können Sie sich zusammen mit der Tagespost-Volontärin Emanuela Sutter über Ihre Erfahrungen mit dem Katholikentag und über Themen rund um die Tagespost unterhalten.
25.05.2022, 12 Uhr
Redaktion
Religionsunterricht weiter gut besucht. Kirchensteuer wird kritisch gesehen. Für katholische Schulen wäre eine zweckgebundene Spende eine gute Alternative.
25.05.2022, 08 Uhr
Vorabmeldung