Papst Leo XIV. hat sich am Dienstagvormittag für seine Lungenoperation in das römische Gemelli-Krankenhaus begeben. Anders als seine Vorgänger wird er in den kommenden Tagen nicht in der üblichen „Papst-Abteilung“ der Klinik untergebracht sein. Die römische Tageszeitung „Il Messaggero“ berichtete am Dienstag, dass die aus mehreren Räumen und einer Kapelle bestehende Suite derzeit renoviert wird. Zuletzt hatte der an einer beidseitigen Lungenentzündung erkrankte Papst Franziskus dort im Februar und März 2025 fünf Wochen verbracht.
Wie die Zeitung weiter berichtete, wurden in der Klinik auf derselben Etage neue Räume für Papst Leo XIV. hergerichtet. Auch sie sind demnach durch strenge Zugangskontrollen der vatikanischen Gendarmerie abgeschirmt. Sicherheitsbeamte in Uniform und in Zivil kontrollierten zudem die Umgebung und den Eingangsbereich der Klinik.
Deutsche Bischöfe senden Genesungswünsche an Papst Leo XIV.
Am Dienstagabend um 18 Uhr wird Kardinal Baldo Reina, der Kardinalvikar des Papstes für das Bistum Rom, in der Kapelle des Gemelli-Krankenhauses einen Rosenkranz für die Gesundheit von Leo XIV. leiten. Dies berichtet „Vatican News“. Alle Pfarreien der Stadt seien eingeladen, sich zur gleichen Zeit im Gebet zu verbinden. Der Rosenkranz wird live und ohne Übersetzung auf dem Youtube-Kanal von „Vatican News“ gestreamt.
Der Papst hatte beim Angelus-Gebet am Sonntag überraschend bekannt gegeben, dass die Ärzte bei einer Routineuntersuchung „einen begrenzten Knoten“ in seiner Lunge festgestellt hätten. „Er wurde in einem sehr frühen Stadium entdeckt und ist gut lokalisiert. Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht“, so der Papst. Anschließend wird Leo XIV. voraussichtlich eine Woche im Krankenhaus bleiben müssen; Audienzen sagte der Vatikan bis einschließlich 20. Oktober ab.
Aus aller Welt trafen bislang Genesungswünsche für Papst Leo ein, so auch von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK): „Wir sind Papst Leo im Gebet verbunden. Für seinen heute beginnenden Krankenhausaufenthalt wünschen wir ihm Gottes Segen und eine rasche Genesung“, erklärte der DBK-Vorsitzende, Bischof Heiner Wilmer, am Dienstag in den Sozialen Medien. Die Bischöfe beteten dafür, „dass er mit neuer Kraft schon bald wieder seinen Aufgaben nachkommen kann“. DT/mlu/KNA
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