Die überraschende Ankündigung von Papst Leo XIV., sich einer Lungenoperation unterziehen zu müssen, hat insbesondere in Südamerika Besorgnis ausgelöst. Schließlich soll der Papst bereits am 6. November zu einer zwölftägigen Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru aufbrechen. Bislang halten die Verantwortlichen jedoch am vorgesehenen Programm fest.
Leo XIV. hatte nach dem Angelusgebet am Sonntag mitgeteilt, bei einer Untersuchung sei in seiner Lunge ein Knoten entdeckt worden. Dieser sei frühzeitig erkannt worden und klar begrenzt. Vatikansprecher Matteo Bruni erklärte, der Eingriff solle Anfang der Woche in der Gemelli-Klinik stattfinden. Der Krankenhausaufenthalt dauere etwa eine Woche.
Vorbereitungen in Uruguay gehen voller Hoffnung weiter
In Uruguay, der ersten Station der Reise, erklärte die katholische Kirche, die Vorbereitungen würden unverändert fortgesetzt: „Unterdessen gehen die Vorbereitungen voller Hoffnung weiter“, heißt es in einer Mitteilung des Organisationskomitees. Kardinal Daniel Sturla, Erzbischof von Montevideo, versicherte gegenüber der Zeitung „Ámbito“: „Die Planungen bleiben unverändert. Selbstverständlich beten wir alle für die Gesundheit des Papstes und vertrauen darauf, dass alles gutgeht, er sich erholt und zum vorgesehenen Zeitpunkt hier sein kann.“ Sturla könne sich vorstellen, dass während des Besuchs besondere medizinische Vorsichtsmaßnahmen notwendig werden könnten.
In Argentinien hat die Nachricht laut dem Nachrichtenportal „Infobae“ sowohl die Regierung als auch die Kirchenführung überrascht. Dennoch liefen sämtliche Vorbereitungen für den Besuch vom 8. bis 11. November unverändert weiter. Bislang hätten die Behörden keine Anweisungen bezüglich des Programms oder der Sicherheitsvorkehrungen aus dem Vatikan erhalten. Sie rechnen mit bis zu sieben Millionen Teilnehmern an den verschiedenen Veranstaltungen.
Argentiniens Präsident Javier Milei übermittelte dem Papst beste Genesungswünsche: „Ganz Argentinien begleitet Seine Heiligkeit mit Zuneigung und Gebet und wünscht Ihnen eine rasche und vollständige Genesung.“ Auch die argentinische Bischofskonferenz bat um Gebete für einen erfolgreichen Eingriff.
Besonders große Anteilnahme in Peru
Besonders groß ist die Anteilnahme in Peru, wo Leo XIV. lange Zeit als Missionar und Bischof tätig war. Arbeitsminister Jan Sheput erklärte, die Vorbereitungen liefen wie geplant: „Bislang gibt es absolut keine Änderung des Programms.“ Präsidentin Keiko Fujimori sagte, das Land begleite den Papst im Gebet und hoffe, ihn bald im Land begrüßen zu können. Die peruanische Bischofskonferenz vertraute seine Genesung dem „Señor de los Milagros“ (Herrn der Wunder) an.
Nach dem Angelus begrüßte Leo XIV. am Sonntag eine peruanische Pilgergruppe, wobei er sich auf seinen bevorstehenden Besuch bezog. Laut Kardinal Sturla ist dies ein Zeichen, dass der Papst an seinen Reiseplänen festhält.
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