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Polnische Bischöfe fordern Polen im Ausland zu besserer Integration auf

Nach dem Willen der Polnischen Bischofskonferenz sollen sich im Ausland lebende Polen besser in ihre örtlichen Pfarrgemeinden integrieren. Das schreiben die Bischöfe in einem Hirtenbrief.
Polish and German flags on mountain road sign. Policy and relationships concept
Foto: fotolia.com | Mehr als 2,5 Millionen Polen leben derzeit im Ausland, gut 600 000 von ihnen in Deutschland.

Polen im Ausland sollen sich nach dem Willen der polnischen Bischöfe besser in ihre örtlichen Pfarrgemeinden integrieren. Die Polnische Bischofskonferenz hat einen entsprechenden Hirtenbrief verfasst, der anlässlich der 100-jährigen Unabhängigkeit Polens Ende April in den polnischsprachigen Gottesdiensten außerhalb des Landes verlesen werden soll.

Die polnischen katholischen Gemeinden im Ausland hätten nicht genügend Priester, um die große Nachfrage nach Seelsorge in der Muttersprache zu decken, heißt es in dem Brief. Die Bischöfe versichern darin, dass das Glaubenszeugnis der polnischen Migranten „einen positiven Einfluss auf die Gläubigen anderer nationaler Gruppen“ haben werde.

Mehr als 2,5 Millionen Polen leben derzeit im Ausland, der Großteil - mehr als eine Million - in Großbritannien, gefolgt von Deutschland mit mehr als 600 000. Als Seelsorger stehen ihnen rund 2 000 Priester und Ordensfrauen zur Seite - eine Gruppe, denen die Bischofskonferenz in ihrem Schreiben ausdrücklich dankt. Es gebe jedoch zu wenige Geistliche, „um alle Orte zu erreichen, an denen Polen leben“. Dies solle durch eine Teilnahme an den Gottesdiensten in den jeweiligen Landessprachen ausgeglichen werden.

DT/KNA

 

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