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Diözese Würzburg: Unregelmäßigkeiten wie in Eichstätt nicht möglich

Die Vorkommnisse im Bistum Eichstätt haben die Katholiken in Deutschland aufgeschreckt. Könnten auch andere Bistümer Opfer von betrügerischen Machenschaften geworden sein? Zumindest für das Bistum Würzburg gab es jetzt Entwarnung.
Der Würzburger Kiliansdom.
Foto: dpa | Der Würzburger Kiliansdom.

Der Finanzdirektor des Bistums Würzburg, Albrecht Siedler, hat für die Diözese ähnliche Vorkommnisse wie beim Finanzskandal in Eichstätt ausgeschlossen. "Unbesicherte Immobiliendarlehen im Ausland haben wir nicht vergeben und werden wir nicht vergeben", sagte Siedler am Donnerstag. Zudem verwies er darauf, dass 95 Prozent der Anlagesumme nicht mehr selbst verwaltet würden, sondern in Fondslösungen zu finden seien, besonders in Spezialfonds, etwa gemeinsam mit dem Erzbistum Bamberg. Hier griffen neben den Kontrollgremien der Diözese auch die für die Banken, etwa durch die BaFin.

Es habe in den vergangenen drei bis vier Jahren eine Umstellung weg von selbstverwalteten Anlagen gegeben, sagte Siedler. Deren Anteil habe noch zum 31.12.2011 bei etwa 60 Prozent gelegen. Als Grund für die Umstellung nannte Siedler die zunehmenden Anlageanforderungen, um noch Rendite zu erzielen. Es gebe keinen risikofreien Zins mehr. Die Aktienquote liege mittlerweile bei 33 Prozent. Dies würde sich auch auf den Arbeitsaufwand innerhalb der Finanzkammer auswirken. "Wir fühlen uns gut aufgestellt."

Die Diözese hat nach eigenen Angaben ein Finanzanlagevermögen von rund 70 Millionen Euro, der Bischöfliche Stuhl eines von rund 274 Millionen Euro. Allein für die Altersvorsorge der Priester gebe es bei letzterem eine Rückstellung von 224 Millionen Euro. Als Rendite nannte Siedler etwa 2,5 Prozent. Die Finanzanlagen berücksichtigten die Kriterien Rendite, Sicherheit, Liquidität und Nachhaltigkeit sowie ethische Vertretbarkeit. Die Diözese könne sich Marktschwankungen nicht entziehen. "Ohne Risiko ist bei den derzeitigen Gegebenheiten keine Rendite möglich."

Kontrolliert wird die Finanzanlage der Diözese vom Diözesansteuerausschuss, die des Bischöflichen Stuhls von Diözesanvermögensverwaltungsrat. Hier gebe es Überlegungen, die Besetzung neu zu gestalten. Dazu müsse aber ein künftiger Bischöfe die nötigen Entscheidungen treffen, sagte der Ständige Vertreter des Diözesanadministrators, Thomas Keßler.

KNA / jbj

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