„Islamischer Staat“: Gefahr noch nicht gebannt

Berthold Pelster, Experte für Religionsfreiheit beim Hilfswerk „Kirche in Not“, warnt vor der Gefahr, die von IS-Kämpfern ausgeht, die in ihre Heimat zurückgekehrt sind.
Irakischer Ort Bartella vom IS befreit
Foto: Jan Kuhlmann (dpa) | Im Innenhof der Kirche Mart Schmuni in dem nordirakischen Ort Bartella steht am 24.10.2016 eine Statue ohne Kopf. Vor zwei Jahren fiel der IS in dem vor allem von Christen bewohnten Ort Bartella im Nordirak ein.

Auch wenn die Meldungen über den sogenannten „Islamischen Staat“ weniger geworden sind, ist die Gefahr, die von der Terrormiliz ausgeht, noch nicht gebannt. Daran erinnert Berthold Pelster, Experte für Fragen der Religionsfreiheit beim Hilfswerk „Kirche in Not“ in einem Gastbeitrag für die „Tagespost“. Zwar sei das Land laut Angaben der irakischen Regierung vollständig vom IS befreit und die ersten vertriebenen Christen seien in ihre Heimatorte in der Ninive-Ebene zurückgekehrt. Doch es stelle sich die Frage, wohin die IS-Kämpfer verschwunden sind, so Pelster. Einige seien in der lokalen Bevölkerung untergetaucht, viele ausländische Kämpfer in ihre Heimat zurückgegangen. „Welche Gefahr von ihnen ausgeht, zeigt das Beispiel eines Ehepaars aus Indonesien, das in Syrien für den IS gekämpft hat“, schreibt Pelster, Autor des Buches „Christen in großer Bedrängnis“. „In die Heimat zurückgekehrt, hat es dort am 14. Mai in der Stadt Surabaya zusammen mit seinen vier Kindern Selbstmordanschläge auf drei christliche Kirchen verübt.“ Zudem warnt Pelster davor, dass der IS auch in Ägypten vermehrt aktiv sei. Bei Anschlägen auf koptische Christen habe es in der jüngeren Vergangenheit 118 Todesopfer gegeben.

Den ausführlichen Gastbeitrag lesen Sie in der aktuelle Ausgabe der „Tagespost“ vom 07. Juni.
DT

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