Bekenntnis braucht Zeichen, Religion braucht Symbole, Kirche braucht ein Haus. Der Petersdom, wie wir ihn heute kennen, ist mit 400 Jahren ein relativ junges Haus. Der Vorgängerbau ist rund 1.300 Jahre älter. Bis zur Konstantinischen Wende war das Christentum eher eine religiöse Kraft im Verborgenen. Erst als der Kaiser 313 die Verfolgung der Christen beendete, soll der heilige Papst Silvester ihn gebeten haben, über dem Grabmal Petri eine Kirche zu bauen. Teile der dort unter Kaiser Nero erbauten Rennbahn dienten als Fundament, sodass sich vor der Basilika ein geräumiger, von Säulen gesäumter Platz ausdehnte – ein Vorläufer des Petersplatzes, wieder von Säulen umgeben, wieder in der Mitte der Obelisk aus eben jener Rennbahn.
Ein architektonisches Fest des Glaubens
Ältere Teile aus der Renaissance, jüngere aus dem Barock: Das Miteinander verschiedener Stile ist eines der Merkmale von St. Peter. Die Baugeschichte reicht weit in die Vergangenheit zurück.
