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Leo XIV.: Ein wirklich würdiger Papst

„Ein irrsinniges Gefühl der Erleichterung“: „Tagespost“-Vatikankorrespondent Guido Horst schildert seine ersten Eindrücke zum Auftritt des neuen Pontifex.
Robert Francis Prevost alias Leo XIV.
Foto: IMAGO/IPA/ABACA (www.imago-images.de) | Robert Francis Prevost, der als neuer Papst den Namen Leo XIV. gewählt hat, war als Präfekt des Bischofsdikasteriums sehr zurückhaltend.

Papst Leo XIV. ist der Nachfolger von Franziskus. Ein irrsinniges Gefühl der Erleichterung. Wir müssen nicht mehr spekulieren, wir haben ein Gesicht gesehen, wir haben einen wirklich würdigen Papst gesehen. Er trug eine Mozzetta und eine Stola, er hat ein paar Worte auf Spanisch gesprochen.

Leo, der Name ist Programm. Ein großer Papst, ein langlebender Papst, der am Anfang des 20. Jahrhunderts die Kirche in die Moderne geführt hat. Die Zeiten sind vorbei, in denen man rätseln muss. Am Donnerstagmorgen schon hat Kardinaldekan Re bei einem Gottesdienst hier in Italien gesagt: „Heute muss er kommen, heute brauchen wir einen neuen Papst!“

Und er ist auch gekommen. Das heißt, man hat das vorbereitet. Robert Francis Prevost war Präfekt des Bischofsdikasteriums, er war sehr zurückhaltend, ist nie in Erscheinung getreten. Aber als Nordamerikaner, in Chicago geboren, mit langer Tätigkeit in Peru, wo er auch Ortsbischof war, gibt er uns schon wahnsinnig viel Material, das wir auswerten können, und mit dem wir uns ein Bild von ihm machen können.

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