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Kardinal Gerhard Ludwig Müller: Der Gender-Ideologie widersetzen

Der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation erklärt, dass der Mensch als Mann und Frau geschaffen sei, alles andere sei ideologisches Gedankengut. Im Umgang mit Homosexuellen wies er darauf hin, dass die Kirche stets alle Menschen mit Respekt behandele.
Kardinal Gerhard Ludwig Müller
Foto: Paul Haring (KNA) | Kardinal Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der Glaubenskongregation, auf dem Petersplatz am 19. November 2014 im Vatikan.

Kardinal Gerhard Ludwig Müller sieht die Gender-Ideologie als Folge eines Vakuums, das nach dem Ende des Faschismus und dem Zusammenbruch des Sowjet-Kommunismus entstanden sei. Nach dem die antichristlichen Ideologien des Marxismus und des Faschismus besiegt worden seien, habe sich auch der Kapitalismus in einer Krise befunden, so der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation. „Dadurch entstand Raum für wahre Philosophie, für Theologie, für die christliche Religion. Doch die Menschen erfanden stattdessen lieber eine neue Religion, die an den Menschen glaubt, und nicht an Gott“, so Kardinal Müller gegenüber dem Nachrichtenportal „EWTN News“.

Kardinal Gerhard Ludwig Müller: Ideologischen Gruppen widersetzen

Müller äußerte sich anlässlich der Präsentation des Buches „Warum ich mich selbst nicht schwul nenne“ von Daniel Mattson. „Man kann Menschen nicht anhand ihrer sexuellen Orientierung in Schubladen stecken“, sagte Müller. Es gebe keine Menschen, die besonderer seien als andere. „Der Mensch muss anhand seines Charakters beurteilt werden und anhand der Tatsache, dass er als Abbild Gottes geschaffen wurde und zum ewigen Leben berufen ist.“

„Das ist unserer Natur, und der Wille von Gott dem Schöpfer spiegelt sich in dieser Natur.“ Man müsse sich denjenigen widersetzen, die sich als „ideologische Gruppen“ organisierten und die Gesellschaft herausfordern wollen, indem sie allen ihr Gedankengut aufdrängten."

Was den seelsorglichen Umgang mit Homosexuellen angeht, erklärte der Kardinal, dass die katholische Kirche seit jeher Respekt für alle Menschen gezeigt hätte, abseits jeglicher Kategorisierungen. Er betonte auch, dass die Gender-Ideologie Dutzende von Geschlechtern aufzählen könnte, während der Mensch nur als Mann und Frau geschaffen sei. „Das ist unserer Natur, und der Wille von Gott dem Schöpfer spiegelt sich in dieser Natur.“ Man müsse sich denjenigen widersetzen, die sich als „ideologische Gruppen“ organisierten und die Gesellschaft herausfordern wollen, indem sie allen ihr Gedankengut aufdrängten.

DT/mlu

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