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Maria Callas: „Gesang für die Ewigkeit“

Im 100. Geburtsjahr von Maria Callas lohnt es sich, sie wiederzuentdecken.
Maria Callas
Foto: IMAGO (www.imago-images.de) | Maria Callas starb im Alter von nur 53 Jahren, ihr 100. Geburtstag am 2. Dezember ist Grund genug, sie wiederzuentdecken.

Den Beinamen „Die Göttliche“ trug neben Greta Garbo nur Maria Callas (1923-1977). Bis heute kommt niemand an die „Primadonna assoluta“ heran. Sie sang Wagners „Isolde“ und Donizettis „Lucia“; regelrechte „Killerpartien“ wie Puccinis „Turandot“ oder Bellinis „Norma“ machten sie bereits in den frühen fünfziger Jahren zum internationalen Star.

Rollen "auf der Rasierklinge gelebt"

Das besondere ihrer Gesangskunst liegt wohl darin, was Hoffmannsthal beschreibt als „Musik ist eine heilige Kunst“. Callas macht diese „heilige Kunst“ fühlbar, im Grunde als Poesie des schönen Atmens. Die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann beschrieb Callas als die einzige Sängerin, die „rechtmäßig die Bühne betreten hat“, denn nur sie habe keine „Rollen gesungen, sondern auf der Rasierklinge gelebt“. In der „Tosca“ (1964) vollbringt sie in ihrer Kunst eine Schlüsselszene. Um ihren Geliebten Mario retten, muss sie mit dem Schurken Scarpia ins Bett.

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Hier singt sie nicht die Tosca, in dieser herzzerreißenden Szene wird sie zu ihr selbst: Sie schluchzt und weint nicht, sondern taucht ihre Töne in Toscas Tränen und löst ihre Qual strikt musikalisch auf. Ein Kritiker nannte dies einmal den „Gesang für die Ewigkeit“. 

Maria Callas starb im Alter von nur 53 Jahren, ihr 100. Geburtstag am 2. Dezember ist Grund genug, sie wiederzuentdecken.  DT/ari

Lesen Sie ein ausführliches Porträt von Maria Callas in der kommenden Ausgabe der "Tagespost".

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Vorabmeldung Ingeborg Bachmann

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