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Papst Leo XIV. erkennt Märtyrer des Spanischen Bürgerkriegs an

Ein Dekret rückt die „Märtyrer von San Gabriel“ in den Mittelpunkt: 49 Ordensbrüder und ein Priester sollen seliggesprochen werden.
Papst Leo XIV.
Foto: IMAGO/Riccardo De Luca (www.imago-images.de) | Ehre, wem Ehre gebührt: Papst Leo hat den Weg zur Seligsprechung von 50 Märtyrern des Spanischen Bürgerkriegs freigemacht.

Papst Leo XIV. hat den Weg zur Seligsprechung von 50 Märtyrern des Spanischen Bürgerkriegs freigemacht. Wie aus der offiziellen Mitteilung des Dikasteriums für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse hervorgeht, empfing der Papst am Montag dessen Präfekten, Kardinal Marcello Semeraro, in Audienz und ermächtigte das Dikasterium zur Veröffentlichung mehrerer Dekrete.

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Eines davon betrifft „das Martyrium der Diener Gottes Stanislao Ortega García (geb. Lorenzo) und seiner Gefährten, Ordensbrüder des Instituts der Brüder der christlichen Erziehung des heiligen Gabriel, sowie von Emanuele Berenguer Clusella, Diözesanpriester“.

Die nun anerkannten Märtyrer gehören zu den sogenannten „Märtyrern von San Gabriel“. Bruder Stanislao Ortega García war der erste Provinzial der spanischen Provinz des Instituts der Brüder der christlichen Erziehung des heiligen Gabriel. Gemeinsam mit 48 Mitbrüdern sowie dem Diözesanpriester Manuel Berenguer Clusella, Kaplan des Provinz- und Ausbildungshauses in Sant Vicenç de Montalt, wurde er im Kontext der antiklerikalen Gewalt des Jahres 1936 getötet.

Getötet „aus Hass gegen den Glauben“

Am 7. November 1936 drangen etwa hundert Milizionäre der „Federación Anarquista Ibérica“ (Iberischer Anarchistischer Verband) in das Haus „Can Valls“ ein. Alle Brüder über 18 Jahren – insgesamt 44 – sowie der Kaplan wurden verhaftet; fünf französische Ordensbrüder kamen später frei, während 39 Brüder und der Kaplan bei Montcada ermordet wurden. Diese 40 Opfer bilden einen großen Teil der insgesamt 50 nun anerkannten Märtyrer, „die zwischen Juli und November 1936 aus Glaubensfeindlichkeit an verschiedenen Orten in Katalonien (Spanien) im Rahmen derselben Verfolgung getötet wurden“, wie es im Dekret heißt.

Mit dem Dekret bestätigt der Vatikan, dass die Getöteten „aus Hass gegen den Glauben“ starben. Diese Feststellung ist kirchenrechtlich relevant: Für Märtyrer ist für die Seligsprechung kein Wunder erforderlich. Neben diesem Martyriumsdekret erkannte der Papst auch das Lebensopfer des spanischen Laien Pedro Samuel Salado Alba sowie die heroischen Tugenden dreier Ordensfrauen an. (DT/jg)

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