Die seit dem 15. Jahrhundert zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln waren aufgrund ihrer Lage im Atlantik ein Zwischenstopp zwischen Europa, Afrika und Amerika. Im 20. Jahrhundert entwickelten sie sich zunehmend zu einem der wichtigsten europäischen Tourismusziele. Heute geraten sie durch irreguläre Migration immer wieder in die Schlagzeilen: Schlepper bringen Menschen, häufig aus West- und Subsahara-Afrika, in kleinen Booten auf den Weg; viele werden auf See oder kurz vor der Küste gerettet. Die stark gestiegenen Ankunftszahlen haben politische und soziale Spannungen verschärft. Selbst Politiker aus dem linken Spektrum beklagen inzwischen die Überlastung der Inseln und fordern strengere Regeln für Zuzug und Aufenthalt.
„Hört auf damit, das Leid anderer zum Geschäft zu machen“
Am letzten Tag seiner Spanienreise spricht Leo XIV. vom „gegenseitigen Prozess“ der Migration, verurteilt aber auch scharf die Schlepperbanden, die sich daran bereichern. In der Heiligen Messe erinnert er daran, dass kein Mensch „eine Insel“ sei.
