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Österreich: Verfolgte Christen im Fokus

Bei der Frühjahrsvollversammlung der österreichischen Bischöfe im steirischen St. Johann richten sich die Blicke auch auf den Kriegsschauplatz in Nahost.
Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, der Salzburger Erzbischof Franz Lackner
Foto: IMAGO/GEPA pictures/ Hans Oberlaender (www.imago-images.de) | Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, der Salzburger Erzbischof Franz Lackner.

Österreichs Bischöfe tagen seit Montag im steirischen St. Johann bei Herberstein. Den Auftakt ihrer viertägigen Frühjahrsvollversammlung markierte ein Studientag zur weltweiten Situation verfolgter Christen. Auch die Kriege in Nahost und der Ukraine beschäftigen die österreichischen Bischöfe. Angesichts der drohenden Gefahr, dass sich die Konflikte zu einem Flächenbrand ausweiten, werde sich die Bischofskonferenz dazu in Richtung Politik erklären, kündigte deren Vorsitzender, der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, vor den Beratungen im Interview mit dem ORF und der Nachrichtenagentur Kathpress an.

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Als Gastgeber sagte der Grazer Bischof Wilhelm Krautwaschl, Christen seien derzeit die „meistverfolgte Religionsgemeinschaft“. Das Thema werde vielfach nicht wahrgenommen, weshalb die Bischöfe den Fokus bewusst auf die Lage der von Intoleranz, Diskriminierung sowie Verfolgung Betroffenen legten.

Bischöfe wollen „die Friedensethik stärken“

Hier wie auch zur globalen Lage sei der Zugang der Kirche, „das zu tun, was wir immer tun können: beten, aufmerksam machen, gemeinsam unterwegs sein und den Menschen helfen, die oft unschuldig betroffen sind“, so Krautwaschl. Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler hob hervor, die Bischöfe wollten „die Friedensethik stärken“, sich auf die Seite der Leidenden stellen und angesichts negativer Dynamiken „Perspektiven auf eine Zukunft hin“ bewahren.

Zu den Themenkreisen der Christenfeindlichkeit weltweit, in Europa und speziell in Österreich referierten beim Studientag der Bischofskonferenz am Montag Vertreter des Bundeskanzleramtes, des Innenministeriums, aber auch von „Kirche in Not“, „Open Doors“, ADF und der „Plattform Christdemokratie“. Eine aus Syrien stammende, aber in Saudi-Arabien geborene Christin, die seit 15 Jahren in Österreich lebt, berichtete über ihre Erfahrungen.  DT/sba/KAP

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