Im vergangenen Jahr sind 11.334 Menschen durch Suizid aus dem Leben geschieden. Das sind 962 oder 9,3 Prozent mehr als im Jahr 2024. Das gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden jetzt bei der Vorstellung der Todesursachenstatistik bekannt.
An den Todesursachen insgesamt machten Suizide – ähnlich wie in den Vorjahren – einen Anteil von 1,1 Prozent aus. Die Stiftung Depressionshilfe und Suizidprävention zeigt sich angesichts der neuen Zahlen dennoch besorgt. Die Alterung der Gesellschaft spiele für die Entwicklung ebenso eine Rolle wie assistierte Suizide, erklärte die Stiftung in Leipzig. Wie die Stiftung ferner betonte, gingen in die Statistik der Wiesbadener Behörde auch die Fälle von Suizidassistenz mit ein, und die wiederum hätten seit 2020 stark zugenommen. Gegenüber 2024 seien diese 2025 um 31,8 Prozent auf 1.288 Fälle gestiegen. Und dabei handelt es sich nur um die von den drei großen deutschen Sterbehilfeorganisationen veröffentlichten Zahlen.“ „Wenn Suizidassistenz geschäftsmäßig in Anspruch genommen werden kann, sozusagen normalisiert wird, dann wird diese Schwelle gesenkt, und die Zahl der tragischen, vermeidbaren Suizide steigt“, erklärt der Vorsitzende der Stiftung, Ulrich Hegerl.
Wichtig: Sollten Sie selbst Suizidgedanken besitzen oder bei einer anderen Person wahrnehmen: Kostenfreie Hilfe bieten in Deutschland der Notruf 112, die Telefonseelsorge 0800/1110111 und das Infotelefon Depression 0800/3344 533. Weitere Infos und Adressen finden Sie unter www.deutsche-depressionshilfe.de. (DT/reh)
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