Christian Würtz, bisher Freiburger Weihbischof, wird kommenden Sonntag offiziell in sein neues Amt als Eichstätter Bischof eingeführt. Bisher habe er in Freiburg „in der zweiten Reihe“ gestanden und ein begrenztes Aufgabenfeld gehabt. Als Diözesanbischof sei er nun „irgendwie für alles zuständig“ und stehe „auf einmal ganz vorne“, sagte der 55-Jährige in einem Interview mit „katholisch.de“. Sein Ziel sei es, ein synodaler Bischof zu sein. Dabei stellte er klar, dass Synodalität nicht mit Demokratie gleichzusetzen sei. Manche Entscheidungen werde er „am Schluss allein treffen und verantworten“ müssen.
Grundsätzlich entspreche das gemeinsame Unterwegssein seinem Naturell. Er sehe sich als Teamplayer. „Wenn man synodal unterwegs sein will, dann ist es wichtig, dass man wirklich gut aufeinander hört, dass man auch Stimmen wahrnimmt, die nicht ohne Weiteres immer gleich laut zu vernehmen sind“, sagte der 55-Jährige. Vor Entscheidungen sei es wichtig, mit den Menschen zu sprechen, „die es betrifft und die eine Fachkompetenz haben“.
Reich Gottes soll immer mehr Wirklichkeit werden
Mit Blick auf die Synodalkonferenz erklärte Würtz, er sehe „keinen Grund, dort nicht mitzumachen“, sollte diese „von Rom als Gremium anerkannt“ werden. Der Auftrag von Papst Franziskus, als synodale Kirche unterwegs zu sein, betreffe alle. Insofern könne er sich „nicht vorstellen, dass wir uns als Diözese komplett ausklinken, sondern dass wir den Weg, den die ganze Kirche in Deutschland geht, mitgehen“.
Als jüngster Diözesanbischof Deutschlands wünsche er sich für die kommenden 20 Jahre, „dass die Kirche auch in 20 Jahren eine Gemeinschaft ist, in der der Glaube gut gelebt werden kann und dass die Kirche dazu beiträgt, dass das Reich Gottes immer mehr Wirklichkeit wird“. DT/dsc
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