Karliczek würdigt Rechtschreibung

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Rolle der Rechtschreibung in der Bildung unterstrichen. „Sprache und Rechtschreibung sind Teil unserer Kultur“, sagte Karliczek den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Freitag). Die Beherrschung der Muttersprache in Wort und Schrift sei eine „elementare Voraussetzung für das Leben“. Es sei wichtig, diesen Kulturgütern einen hohen Stellenwert einzuräumen. Die Ministerin widersprach damit den Äußerungen von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Rechtschreibunterricht sei nicht mehr so wichtig wie früher. Kretschmann hatte gesagt, jeder Mensch brauche zwar ein Grundgerüst an Rechtschreibkenntnissen, doch „die Bedeutung, Rechtschreibung zu pauken, nimmt ab, weil wir heute ja nur noch selten handschriftlich schreiben“. Zudem gebe es „kluge Geräte“, die Grammatik und Fehler korrigieren könnten. Rechtschreibung gehöre aus seiner Sicht nicht zu den gravierenden Problemen der Bildungspolitik. Karliczek sagte dazu: „Recht hat der Ministerpräsident zwar insofern, als es Programme gibt, die die Rechtschreibung kontrollieren.“ Das reiche nicht aus: „Eine gute Schulbildung muss aber mehr leisten, als nur Nützlichkeitserwägungen zu folgen.“ DT/KNA

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