„Ich erlebe sehr große Offenheit“

Im Gespräch mit Schwester Michaela Pfeiffer, Vize-Präsidentin von „Klösterreich“

Was ist „Klösterreich“?

Klösterreich, die Vereinigung von 20 Klöstern und Stiften in Österreich, Ungarn und der Tschechischen Republik stellt ihr neues Programm vor, das stark im touristischen Trend von Sinn und Bildung liegt. Die Klöster zeigen ihre Schätze und laden ein, am klösterlichen Leben, vor allem am gemeinsamen Gebet, teilzunehmen. So präsentieren sich die ältesten Herbergen der Welt heute zeitgemäß als Oasen und Kraftplätze und sagen „Herzlich Willkommen“ zu jenen, die sich nach Ruhe, Kraft und frischer Lebensenergie sehnen.

Wie entstand die Idee?

Abt Joachim Angerer vom Stift Geras hat 1999 die Klöster zu diesem Zusammenschluss eingeladen, um einen gemeinsamen Auftritt zu haben und ein reichhaltiges, übergreifendes Programm zu entwickeln. Wir Marienschwestern waren von Anfang an mit dabei.

Wie reagieren die Menschen darauf?

Ich erlebe eine sehr große Offenheit. Wir erhalten sehr oft Anfragen für die verschiedensten Angebote. Die Suche der Menschen nach dem Wesentlichen wird dabei für mich oft spürbar. Und das erwarten sie von den Klöstern.

Hat „Klösterreich“ auch eine geistliche Dimension? Stärkt es Menschen im Glauben?

Eine sehr starke geistliche, spirituelle Dimension. „Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus", so heißt es schon in der Regel des Hl. Benedikt. Die Angebotsvielfalt reicht vom Gesundheitsurlaub über Kulturgenuss bis zum Entspannungsurlaub, spirituelle Angebote wie: Mittagsgebet in den Klosterkirchen, an dem Gäste teilnehmen können, Urlaub im Kloster, Stille Tage, Einkehrtage, Exerzitien, Fasten mit Schwerpunkt auf die spirituelle Dimension. Der neue Klösterreich-Auftritt stellt jedes Mitglied mit seinem einzigartigen Profil und seinen kulturellen oder spirituellen Besonderheiten vor.

Hat sich in den österreichischen Medien die Sensibilität für das katholische Erbe des Landes entwickelt?

Ich erlebe ein sehr positives Echo der Medien auf geistliche Angebote, ich spüre oft direkt eine Sehnsucht nach Angeboten, die in die Tiefe gehen und nicht an der Oberfläche bleiben. Und da sind die Medien und damit die Menschen bei Klösterreich sicher an einer guten Quelle. DT

Themen & Autoren

Kirche