Wirtschaft aktuell

DAX sorgt für Kursgewinne zum Jahreswechsel

In den letzten Tagen des alten Jahres hat der Deutsche Aktienindex (DAX) noch einen versöhnlichen Abschluss hinbekommen. Die Kaufbereitschaft vor Ultimo war offenbar durch die Abgeltungsteuer bedingt. Auch in das neue Aktienjahr konnte der DAX mit Kursgewinnen starten, erst zur Wochenmitte schlossen die Börsen schwächer. Analysten machten hierfür Gewinnmitnahmen nach dem deutlichen Anstieg der vergangenen Tage verantwortlich. Dazu gesellten sich ungünstige Meldungen aus dem US-Arbeitsmarkt sowie einer Gewinnwarnung des weltgrößten Chip-Konzerns Intel.

Frostiges Geschäftsklima in Deutschland

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft ist zum Jahresende weiter gesunken. Damit ist inzwischen das frostigste Geschäftsklima seit der zweiten Ölkrise Ende 1982 zu vermelden. Vor allem bei dem ehemaligen Motor des Exportbooms der letzten Jahre, dem verarbeitenden Gewerbe, kommt der Stimmungseinbruch einem Erdrutsch gleich.

Autobranche bildet Schlusslicht

Obwohl der Einzelhandel insgesamt als einziger Sektor zulegen konnte, gehörte er mit dem Computer- und Softwarehandel im Dezember 2008 zugleich zu den größten Verlierern. Computer lagen in Deutschland im vergangenen Jahr also nur wenige auf den Gabentischen. Die rote Laterne blieb auch zum Jahresende an der Kraftfahrzeugindustrie hängen. Egal ob Fahrzeughersteller oder Zulieferer – alle mussten gegenüber ihrem ohnehin außergewöhnlich niedrigen Niveau des Vormonats noch weitere Einbußen verkraften. Die Branche mit ihren langen Entwicklungszyklen wurde im vergangenen Jahr zuerst von den Kraftstoffpreisen auf Rekordniveau überrollt, um dann durch die von der Finanzmarktkrise ausgelöste Konsum- und lnvestitionszurückhaltung getroffen zu werden. Es kamen somit zwei Krisen nacheinander, von denen die erste zwar bereits bewältigt ist, die zweite jedoch noch bis weit in das neue Jahr hineinreichen dürfte.

Ölpreis fällt nach Veröffentlichung der US-Lagerbestandsdaten

Trotz der Zuspitzung im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine ist der Ölpreis am Mittwoch stark gesunken. Experten erklärten den Preisrutsch mit überraschend hohen Ölreserven in den USA. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) kostete 44,95 US-Dollar.

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