Tugenden für Banker

Erzbischof Ludwig Schick segnet neu gestaltete Filialräume in der LIGA Bank in Nürnberg
Foto: Robert Sauerbeck | Von links: LIGA Bank-Vorstand Martin Goldmann, Filialdirektor Wolfgang Streller, Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Vorstandsvorsitzender Jörg-Peter Nitschmann, Erzbischof Serafim, Joachim Scholz (LIGA Krankenversicherung ...
Foto: Robert Sauerbeck | Von links: LIGA Bank-Vorstand Martin Goldmann, Filialdirektor Wolfgang Streller, Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Vorstandsvorsitzender Jörg-Peter Nitschmann, Erzbischof Serafim, Joachim Scholz (LIGA Krankenversicherung ...

Regensburg/Nürnberg (DT/pd) Der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, hat vor kurzem die umgebauten und neu gestalteten Filialräume der Nürnberger Filiale der LIGA Bank gesegnet. Schick erinnerte während der Segnungsfeier an die vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit, Klugheit, Maßhalten und Tapferkeit. „Sie werden zu wenig in unserem Bankwesen und der Geldwirtschaft beachtet“, bedauerte er. Man dürfe „mit Geld nicht waghalsig spekulieren, nicht pokern oder gar betrügen“, forderte Erzbischof Schick etwa mit Blick auf die Tugend der Klugheit. „All das ist in den letzten Jahren vorgekommen und hat zum Bankencrash geführt.“ Verstand und Realismus müssten die Leitlinien für das Bankwesen sein, die Kardinaltugenden müssten „im Kopf eines jeden Bankers und von allen sein, die mit Geld umgehen“. Geld an sich sei zunächst einmal neutral, so der Erzbischof, es könne zum Fluch und zum Segen werden. „Hier in der LIGA Bank soll es zum Segen werden.“ Zur Segnung bat Erzbischof Schick dann auch einen orthodoxen Amtsbruder an seine Seite: Erzbischof Serafim, der als Metropolit der Rumänischen Orthodoxen Kirche für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa – sie hat ihren Sitz in Nürnberg – Gast der Eröffnungsfeier war.

Der Vorstandsvorsitzende der LIGA Bank, Direktor Jörg-Peter Nitschmann, stellte während seiner Ansprache auf die Vorteile der Kirchenbank ab. Als Genossenschaftsbank habe sie ein nachvollziehbares Geschäftsmodell, bei dem die Rechte der Eigentümer ein hohes Gut seien. „In unserem Kreditgeschäft finanzieren wir kirchliche Projekte, die uns ein Herzensanliegen sind, zum Beispiel Investitionen in regenerative Energien oder im sozialen Bereich“, betonte Direktor Nitschmann. Die Kunden der LIGA Bank profitierten von einem fairen Geschäftsmodell mit günstigen Konditionen. Von Vorteil sei auch die hohe personelle Konstanz der LIGA Bank. „Herr Streller ist als Mitarbeiter und Filialdirektor bereits seit 21 Jahren hier vor Ort in Nürnberg“, richtete sich der Vorstandsvorsitzende an die Gäste. „Er kennt viele von Ihnen persönlich.“ Schließlich sei ein Haus wie die LIGA Bank auch von Vorteil für die Gesellschaft: „Wir betreiben ein solides Bankgeschäft und handeln wie vorsichtige Kaufleute.“ Dies sei in Zeiten eines verschärften Wettbewerbs im Bankensektor schon ein „Wert an sich“, so Direktor Nitschmann. „Bleiben Sie also der LIGA Bank treu“, richtete er sich an seine Zuhörer, „denn wir sind Ihre Bank. Wir betreiben eine besondere Art des Bankgeschäfts. Es ist heute wichtiger denn je.“

Wie Filialdirektor Wolfgang Streller bei seinen abschließenden Dankesworten betonte, war der Umbau der Nürnberger Filiale nach zwanzig Jahren dringend erforderlich geworden. Ziel sei es gewesen, für Beratungsgespräche noch mehr Diskretion zu schaffen. Er dankte den Kunden und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Filiale für ihr großes Verständnis während der Zeit des Umbaus. „Dass Sie heute gekommen sind, werte ich als ein Zeichen der Treue und der Verbundenheit mit uns.“

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