Marx hofft auf Wiederkehr von grundlegenden Werten

Bonn (DT/KNA) Im Zuge der Finanzkrise hofft der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, auf eine Renaissance von grundlegenden Werten. Die Versuche von Wirtschaftsvertretern, einen ethischen Ordnungsrahmen zu konstruieren, ohne den Einzelnen moralisch in die Pflicht zu nehmen, seien zum Scheitern verurteilt, sagte Marx in einem Interview mit der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ (Donnerstag). Moral ließe sich nicht in Berufs- und Privatleben aufspalten. „Es ist doch weltfremd, anzunehmen, dass man im normalen Leben und in der Familie nett, im Berufsleben aber ein gnadenloser Macher sein kann.“ Stattdessen müssten ethische Richtlinien in der gesamten Gesellschaft wieder stärker eingeübt werden, forderte Marx, der in der Deutschen Bischofskonferenz für Soziales zuständig ist. Egoismus und Habgier schadeten der Zivilisation. Gemeinsinn und Nächstenliebe zu leben, Menschenrechte einzuhalten, das sei mühevoll, räumte der Erzbischof ein. Aber ohne ein gemeinsames Grundgerüst sei auch ein modernes Gemeinwesen nicht denkbar. „Wer die Zehn Gebote nicht kennt, der kann in unserer Kultur nicht als gebildet gelten“, sagte der Sozialethiker.

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