Marx: Arbeit öffentlich fördern

Trier (DT/KNA) Der designierte Münchner Erzbischof Reinhard Marx pocht auf öffentlich geförderte Beschäftigung für Langzeitarbeitslose. Wenn der Markt versage, müsse der Staat eingreifen, betonte der Trierer Bischof am Donnerstag vor Journalisten in der Moselstadt. Langzeitarbeitslose müssten im Rahmen des sogenannten Dritten Arbeitsmarktes eine echte Chance bekommen, unterstrich der Vorsitzende der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz. Marx, der am 2. Februar als Münchner Erzbischof eingeführt wird, präsentierte ein von der Aktion Arbeit seines bisherigen Bistums Trier erstelltes Papier mit Gestaltungsvorschlägen für den Dritten Arbeitsmarkt. Danach ist es volkswirtschaftlich wesentlich günstiger, Arbeit zu finanzieren statt Arbeitslosigkeit. Die „verfestigte Langzeitarbeitslosenquote“ in Deutschland sei die höchste in Europa. Es gebe einen Bedarf von zusätzlich rund 800 000 Arbeitsplätzen auf dem Dritten Arbeitsmarkt. Diese öffentlich gestützten Arbeitsplätze sollten unbefristet sein. Beschäftigungsbetriebe müssten stabilisiert und ausgebaut und der „Dritte Arbeitsmarkt“ müsse für gewerbliche Betriebe geöffnet und marktnah aufgestellt werden, so die Aktion Arbeit, die vor 25 Jahren vom damaligen Trierer Bischof Hermann Josef Spital ins Leben gerufen wurde.

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