EU- und Religionsspitzen fordern mehr Solidarität

Brüssel (DT/KNA) Die Spitzen der EU-Institutionen und europäische Religionsvertreter fordern mehr Solidarität zwischen den Generationen. Voraussetzung dafür seien wirksame Maßnahmen gegen den demografischen Wandel, erklärten EU-Ratspräsident Herman van Rompuy und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso am Donnerstag bei einem Treffen mit rund 20 Religionsvertretern in Brüssel. Das Streben nach mehr Bildung, weniger Armut und einer faireren Gesellschaft müsse innerhalb der EU-Mitgliedstaaten vorangetrieben werden. Barroso unterstrich, die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten müsse sich in ähnlicher Weise auch zwischen Jung und Alt bemerkbar machen. „Sie ist das Bindeglied unserer Gemeinschaften“, so Barroso. Kirchen und Religionsgemeinschaften seien dabei in besonderem Maße geeignet, „Brücken zu schlagen“. Erzbischof Andre-Joseph Leonard von Mechelen-Brüssel sprach sich dafür aus, die Familie stärker zu schützen und die Eltern „zum dritten und vierten Kind“ zu ermutigen. Dafür seien beispielsweise auch Steuervergünstigungen für Familien erforderlich. Außerdem müsse die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden.

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