Wirtschaft aktuell

Weltweite Aktienmärkte

Nach überraschend guten Quartalsberichten aus den Vereinigten Staaten drehten die Märkte weltweit ins Plus. Zurzeit bewegen die Unternehmenszahlen die Börsen. Trotz immer neuer Rekordpreise für Rohöl und Hiobsbotschaften aus der US-Bauwirtschaft gaben die weltweiten Indizes nach einem schnellen Anstieg nur wenig nach. Dies lässt auf eine allmähliche Beruhigung an den Finanzmärkten hoffen. Dennoch bleibt die Lage in den Vereinigten Staaten angespannt. Die Inflation wird mehr und mehr zum Problem für viele Volkswirtschaften. Hohe Preise für Energie und Agrarrohstoffe belasten nicht nur den Verbraucher, sondern könnten auch die Entwicklung vieler Schwellenländer gefährden. Die amerikanische Notenbank (Fed) hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2 Prozent gesenkt. Angesichts der nach wie vor robusten Konjunktur in Europa und besonders in Deutschland ist fraglich, ob in Europa mit einer Lockerung der Zinszügel zu rechnen ist.

Rekordstände von Ölpreis und Euro

Am 28. April hat der Ölpreis ein neues Allzeithoch von 120 US-Dollar pro Barrel erreicht. Der Präsident der OPEC, Chakib Khelil, schließt unterdessen einen Ölpreis von 200 Dollar nicht aus. Grund für den hohen Ölpreis ist Khelil zufolge der schwache Dollar infolge „der US-Rezession und der Wirtschaftskrisen vieler Länder“. Nach einem neuen Hoch von zeitweise 1,60 EUR/US-Dollar notiert der Euro aktuell etwas schwächer bei 1,55 Dollar je Euro.

Regierung senkt Wachstumsprognose

Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2009 eine erhebliche Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Deutschland. Nach einem Wachstum von 1,7 Prozent in diesem Jahr geht man für das Jahr 2009 nur noch von einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,2 Prozent aus. In den vergangenen Wochen haben auch die Analysten ihre Prognosen für die Unternehmensgewinne deutlich reduziert.

27 Milliarden für DAX-Aktionäre

Die Aktionäre der Dax-Unternehmen können sich über noch nie dagewesene Dividenden freuen. In diesen Tagen schütten die derzeit im wichtigsten deutschen Aktienindex enthaltenen Gesellschaften insgesamt 27,2 Milliarden Euro aus.