DAX auf Richtungssuche: Anleger geben Irland frisches Geld: Euro zeitweise deutlich über 1,33 US-Dollar

Die mit Spannung erwarteten Aussagen der US-Notenbank Fed in der vergangenen Woche haben den Erwartungen der Marktteilnehmer entsprochen. Der Markt bleibt damit weiterhin auf Richtungssuche. Marktbeobachter sind sich einig, dass der Dax sich zunächst in einer breiten Handelsspanne zwischen 6 200 und 6 330 Punkten bewegen dürfte. Die US-Notenbank Fed hat weitere geldpolitische Maßnahmen in Aussicht gestellt, sollte sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten eintrüben. Auf der einen Seite stelle die Fed weitere Hilfen in Form von zusätzlicher Liquidität in Aussicht, andererseits bedeute dies allerdings auch, dass es in der Wirtschaft nicht rund laufe, so die Meinung eines Händlers. Die Reaktionen auf die Aussagen der US-Notenbank blieben an den US-Aktienmärkten verhalten. Der Dollar zeigte sich hingegen schwach.

Mit Irland, Griechenland und Spanien haben vergangenen Dienstag gleich drei schwache Euroländer den Markt getestet und dabei reichlich Investoren für ihre neuen Zinspapiere gefunden. Marktbeobachter reagierten daraufhin erleichtert. Die Renditen und Risikoprämien der Anleihen aus den despektierlich auch PIGS genannten Staaten Portugal, Irland, Griechenland und Spanien fielen im Handel deutlich. Besonders im Fokus stand Irland, das Anleihen mit Laufzeiten von vier und acht Jahren um insgesamt 1,5 Mrd. Euro aufstockte. Für die Aufstockung einer Staatsanleihe, die in acht Jahren fällig wird, musste Irland im Schnitt 6,02 % Rendite bezahlen.

Der Kurs des Euro ist mehrfach gestützt wieder über die Marke von 1,33 US-Dollar gestiegen. Zunächst sorgte eine erfolgreiche Kreditaufnahme Irlands dafür, dass die Gemeinschaftswährung über die Marke von 1,31 US-Dollar klettern konnte. Die Federal Reserve Bank der USA sorgte durch die Entscheidung, den US-Leitzins unverändert in einem Band zwischen 0 % und 0,25 % zu belassen, für weiteres Aufwärtspotenzial. Während der Dollar immer mehr an Wert verliert, gewinnt Gold an Wert. Der Goldpreis hat am Mittwoch mit einem neuen Rekord zum Sprung auf die Marke von 1 300 US-Dollar angesetzt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) notierte zeitweilig über 1 290 US-Dollar.