Romtreue Chinesen nicht vergessen

Bonn (DT/KNA) Der Präsident des internationalen katholischen Missionswerks missio München, Wolfgang Huber, drängt auf weitere Schritte zur Versöhnung der Katholiken in China. „Auch von päpstlicher Seite muss öffentlich anerkannt werden, was die Untergrundkirche Chinas bisher geleistet hat und es muss auch das Leid öffentlich gemacht werden“, sagte der Vorsitzende des China-Zentrums in Sankt Augustin dem Portal katholisch.de am vergangenen Dienstag in Bonn. Nur so könne letztlich Heilung geschehen. Der Heilige Stuhl und China hatten im September 2018 ein Abkommen geschlossen, in dem beide Seiten eine Einigung in der Frage der Bischofsernennungen und eine weitergehende Zusammenarbeit vereinbarten. Dieser Vertrag hatte bei romtreuen chinesischen Katholiken große Unsicherheit ausgelöst. Huber erklärte, das Leid derer, die wegen ihres Glaubens im Gefängnis waren, werde nicht damit aufgewogen, wenn „wir von heute auf morgen sagen, dass mit dem Vertrag jetzt alles gut ist“.

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