Am 29. August stimmen die Isländer in einem Referendum darüber ab, ob ihr Land erneut Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union führen soll. Das Referendum ist das Zwischenergebnis einer mehrjährigen Diskussion über die Annäherung Islands an die EU. Island geriet 2008 nach dem Zusammenbruch seines Bankensektors in eine veritable Wirtschafts- und Finanzkrise. Durch den Kollaps der Banken und den Vertrauensverlust in das Finanzsystem verlor die Isländische Krone exorbitant an Wert. Die Inflation und der Währungszins stiegen rasant an, die Regierung musste den Kapitalverkehr massiv einschränken. Die Konjunkturzahlen und Steuereinnahmen sanken. Staatsschulden, Arbeitslosigkeit und Privatverschuldung stiegen.
Islands Wiederannäherung an die EU
Die isländische Regierung will neuerlich mit Brüssel über einen EU-Beitritt verhandeln. Darüber entscheiden die Isländer nun in einer Volksabstimmung. Der innenpolitische Streit über die EU ist Jahrzehnte alt, der Ausgang des Referendums ungewiss.
