Berlin

Der Staat muss sich wehren

Darum verstoßen Ärzte systematisch gegen das Werbeverbot für Abtreibungen.
Die Ärztinnen Bettina Gaber und Dr. Verena Weyer vor dem Amtsgericht Tiergarten
Foto: Paul Zinken | Die Ärztinnen Bettina Gaber (l) und Dr. Verena Weyer vor dem Amtsgericht Tiergarten.

Auch nach der Reform des Werbeverbots für Abtreibungen, reißt die Debatte über den Paragrafen 219a Strafgesetzbuch nicht ab. Vergangene Woche hat das Amtsgericht Berlin-Tiergarten Woche erneut zwei Ärztinnen wegen Verstoßes gegen das Werbeverbot für Abtreibungen zu Geldstrafen verurteilt.

Nach Kristina Hänel (Gießen), Nora Szasz und Natascha Niklaus (Kassel) haben damit bereits fünf Ärztinnen mutwillig gegen den § 219a Strafgesetzbuch verstoßen und um „Verurteilung geradezu gebettelt“.

Die erstaunlichen Hintergründe des Prozesses

In der aktuellen Print-Ausgabe der Tagespost leuchtet Bioethik-Korrespondent Stefan Rehder die erstaunlichen Hintergründe des jüngsten Prozesses aus, erläutert, welche Strategie die Abtreibungslobby mit diesem und den vorangegangenen Verfahren verfolgt und legt dar, warum der „notorische Rechtsbruch“ eine freie und offene Gesellschaft ins Mark trifft und wie sich der Rechtsstaat dagegen zur Wehr setzen könnte.

DT/reh (jobo)

Tagespost-Bioethik-Experte Stefan Rehder über das Urteil gegen die Ärztinnen Bettina Gaber und Dr. Verena Weyer. Seine erhellende Analyse finden Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 19. Juni 2019.

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