Wieder mehr Organspender

Umfrage: 35 Prozent der Deutschen besitzen einen Spendeausweis

Berlin (DT/KNA) Inzwischen haben 35 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis. Das ergab eine am Montag in Berlin veröffentlichte repräsentative Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. 2012 hatten 22 Prozent der Bundesbürger ihre Bereitschaft zur Organ- und Gewerbespende per Ausweis dokumentiert. Insgesamt befürworten laut Umfrage 80 Prozent Organspenden. 71 Prozent der Befragten sind grundsätzlich einverstanden, dass ihnen nach dem Tod Organe und Gewebe entnommen werden.

Dass der Hirntod als Entnahmekriterium mit dem Tod des Menschen gleichgesetzt werden kann, ist allerdings umstritten. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) appellierte an die Bürger, ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende, schriftlich festzuhalten: „Jeder sollte sich informieren, bewusst entscheiden und mit der eigenen Familie darüber sprechen, denn diese Entscheidung kann Leben retten.“ Immer noch sterbe alle acht Stunden ein Mensch, weil kein passendes Organ zur Verfügung stehe. Das Transplantationsgesetz schreibt vor, dass die Krankenkassen ihre Versicherten alle zwei Jahre über die Organ- und Gewebespende, deren Nutzen sowie über den Organspendeausweis informieren müssen.

Themen & Autoren

Kirche