Umfage: Beck verliert Mehrheit

Mainz/Stuttgart (DT/dpa) Sieben Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die alleinregierende SPD von Ministerpräsident Kurt Beck ihre absolute Mehrheit verloren. Die Sozialdemokraten, die bei der Wahl 2006 noch 45,6 Prozent der Stimmen erzielten, kommen nach einem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer Extra derzeit nur noch auf 37 Prozent. Zusammen mit den Grünen, die bei 13 Prozent liegen (2006: 4,6 Prozent), gäbe es aber eine klare rot-grüne Mehrheit. Die CDU verbesserte sich in der Umfrage auf 35 Prozent (2006: 32,8 Prozent). Die FDP verschlechterte sich auf 5 Prozent (2006: 8,0 Prozent) und käme damit nur knapp in den Landtag. Dagegen verpasst die Linke der Umfrage zufolge mit 4 Prozent die Fünf-Prozent-Hürde. In Rheinland-Pfalz wird am 27. März ein neuer Landtag gewählt. In Baden-Württemberg hat die schwarz-gelbe Koalition sieben Wochen vor der Landtagswahl nach einer Umfrage eine knappe Mehrheit. Laut ZDF-Politbarometer vom Freitag liegt die CDU derzeit bei 41 Prozent und die FDP bei 6 Prozent der Stimmen. Die Grünen kommen auf 25 und die SPD auf 19 Prozent. Die Linke wäre mit 4 Prozent nicht im Stuttgarter Landtag vertreten. In den vergangenen Wochen hatte Grün-Rot in den Umfragen stets vor dem Regierungslager gelegen. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Infratest-dimap-Umfrage für den SWR und die „Stuttgarter Zeitung“ hingegen liegen CDU/FDP und Grün-Rot gleichauf. Im Politbarometer gaben 33 Prozent an, dass sie am liebsten den amtierenden Regierungschef Stefan Mappus (CDU) als Ministerpräsidenten hätten, 11 Prozent sprechen sich für Nils Schmid (SPD) und 15 Prozent für Winfried Kretschmann (Grüne) aus. Einen deutlichen Vorsprung besitzt die CDU der Umfrage zufolge in Baden-Württemberg bei der Wirtschaftskompetenz: 42 Prozent sehen hier die CDU vorne und nur 11 Prozent die SPD. Die Akzeptanz für den umstrittenen Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs ist der Erhebung zufolge gestiegen.

Themen & Autoren

Kirche