Solidarität mit Christen zeigen

Berlin (DT/KNA) Unionsabgeordnete haben ein öffentliches Engagement gegen Christenverfolgung in zahlreichen Ländern gefordert. Der exemplarische Einsatz für die Religionsfreiheit der Christen helfe allen religiösen Minderheiten auf der ganzen Welt, erklärte der Vorsitzende des „Stephanuskreises“, Heribert Hirte (CDU), am Freitag in Berlin. Hirte äußerte sich zum Gedenktag des heiligen Stephanus am 26. Dezember. Er ist der Namensgeber für das überkonfessionelle Gesprächsforum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, das sich um die Situation verfolgter Christen kümmert. Ihm gehören derzeit 88 Abgeordnete an. „Während wir in Deutschland Weihnachten feiern, kämpfen Christen, Jesiden und Muslime in Syrien und im Irak ums nackte Überleben, die ,Wiege des Christentums' droht ausgelöscht zu werden“, sagte Hirte. In Ägypten seien erst vor wenigen Tagen Christen bei einem Anschlag auf eine Kirche getötet worden, in der Türkei nehme der staatliche Druck auf religiöse Minderheiten zu; „die einzige christliche Oberbürgermeisterin dort wurde des Amtes enthoben“. In vielen Fällen werde subtiler vorgegangen, sagte Hirte. So sei in Indien der 25. Dezember als „Good Governance Day“ ausgerufen und damit ein christlicher Feiertag entwertet worden, beklagte der CDU-Abgeordnete. „Gegen solche Bestrebungen müssen wir die Stimme erheben. Religion darf niemals für das Erlangen oder Erhalten von Macht missbraucht werden“, so Hirte.

Auch die Gesellschaft für bedrohte Völker hat zum Weihnachtsfest zu mehr Einsatz für verfolgte Christen aufgefordert. Sie erinnerte am Freitag vor allem an die pakistanische Katholikin Asia Bibi, die wegen der Anschuldigung der Gotteslästerung ihr siebtes Weihnachten in der Todeszelle verbringe. „Ihr Leiden steht stellvertretend für Hunderte unschuldige Opfer falscher Blasphemie-Vorwürfe in Pakistan, Indonesien und Ägypten“, so Delius. „Wenn es keine Gerechtigkeit für Asia Bibi gibt, wird die religiöse Intoleranz in Pakistan siegen und die christliche Minderheit das Land verlassen, um im Ausland Schutz zu suchen.“

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