PRESSESCHAU: Abtreibung: Wir dürfen nicht schweigen: „Alfa y Omega“, die Wochenzeitung der Erzdiözese Madrid, mahnt angesichts der Liberalisierung der Abtreibung in Spanien:: Westliche Zivilisation und Islam versöhnen: „Asia News“,

Das erweiterte Abtreibungsgesetz ist in Kraft getreten. Zu schweigen, nichts gegen diesen schweren Angriff auf das Leben Unschuldiger zu unternehmen, kann uns zu Komplizen machen. Wir dürfen nicht schweigen. Die große Ablehnung gegenüber dem neuen Gesetz bedeutet nicht, dass das vorhergehende annehmbar war. Abtreibung ist weder Wahrnehmung des Rechts auf Mutterschaft noch dient sie der Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Abtreibung ist die Tötung des bereits lebendigen, noch ungeborenen Kindes. Sie ist immer, für alle und ohne Ausnahme ein in höchstem Maße unmoralischer Akt. Manchmal heißt es: „Ich würde nicht abtreiben, aber in einer pluralistischen Gesellschaft muss man akzeptieren, dass jene, die es tun, das anders sehen“. Wer so redet, lässt die getöteten Kinder außer Acht. Ein ethisches Minimum, das jede Gesellschaft vorbehaltlos ihren Gliedern bieten muss, ist das Fünfte Gebot: Du sollst nicht töten! Dieses ethische Minimum ist nicht von der Mentalität abhängig.

Das Gesetz ist eine Einladung an die muslimische Gemeinschaft; es richtet sich nicht gegen den Islam. Es ist ein Weg, die Zugehörigkeit zur französischen Zivilisation mit einem tiefgelebten und durchdachten islamischen Glauben zu versöhnen.

Die Todesstrafe kann die Seele der Nation abstumpfen. Es genügt nicht zu sagen, dass die Hinrichtungen durchgeführt werden müssen, weil das Gesetz es verlangt. Vielleicht wurde aus gutem Grund seit jenen unheilvollen vier Tagen, an denen neun Männer zum Galgen geführt wurden, niemand mehr hingerichtet. Abraham drängte im Buch Genesis die Fremden, die vor seinem Zelt standen, zu essen, zu trinken und sich eine Weile auszuruhen, denn darum hatte Gott sie zu ihm geführt. Ebenso müssen wir in der Aussetzung der Hinrichtungen eine gottgegebene Gelegenheit erblicken.

Das Andenken zu wahren an Borsellino, Falcone und ihre Beschützer sowie an alle, die ihr Leben im Kampf gegen die Mafia hingegeben haben, heißt zu glauben und Zeugnis zu geben. Die Zeit zum Demonstrieren und vor allem zum Handeln kommt: Tag für Tag, von den Randgebieten der Städte des Südens bis zu den Dörfern des Aspromonte, von den Ballungsgebieten Kampaniens bis zu den Metropolen des Nordens, neue Fronten gegen die Machenschaften der Mafia. Schritt für Schritt, Tropfen für Tropfen. Tag für Tag.

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