Presse: Putin straft eigenes Volk

Die Pariser Zeitung „La Croix“ übt Kritik am russischen Lebensmittel-Embargo:

Die Inlandsproduktion befindet sich im Rückgang. Millionen Menschen leben unter der Armutsgrenze und sind gezwungen, den Gürtel enger zu schnallen. Noch absurder wird die Situation dadurch, dass die Landwirte in Europa nicht mehr wissen, wie sie ihre Produkte absetzen sollen. Die Lösung? Sie hängt vor allem von Wladimir Putin ab, der das Embargo beenden könnte, das vor allem sein eigenes Volk bestraft.

Herde vor den Wölfen schützen

Das US-amerikanische „Crisis Magazine“ würde eine päpstliche Enzyklika gegen die Christenverfolgungen begrüßen:

„Apokalypse“ ist genau das, was viele Christen in der Welt derzeit erleben. Wenn eine grundlegende Verantwortung der Hirten der Kirche darin besteht, ihre Herde vor den Wölfen zu schützen, dann gibt es keinen Grund, warum der Oberhirte der Kirche nicht fest entschlossen, konsequent und mittels einer der höchsten Formen des Lehramts über den Angriff auf die Christen in der heutigen Zeit sprechen sollte. Wenn der Papst dies täte, bekäme er sicher keinen Beifall von denen, die dieses Thema lieber nicht so öffentlich und dramatisch ansprechen wollen. Eine solche Enzyklika würde es ihnen – und der übrigen Welt – jedoch schwieriger machen, den Schatten des Todes, der gegenwärtig über einigen der ältesten christlichen Gemeinden des Planeten hängt, weiterhin zu ignorieren oder zu relativieren.

Kirchen sind keine Gemeindesäle

In Dublin kritisiert der „Irish Catholic“ mangelnde Stille in den Kirchen:

Eine weitere Sitte ist heute im Wandel befindlich: die Wahrung der Stille vor und nach der Messe. Bei besonderen Messen ist sie schon längst verschwunden, aber auch in der täglichen und sonntäglichen Messe macht es sich zunehmend bemerkbar. Einige werden jetzt die Augen verdrehen und sagen, es gibt durchaus größere Probleme. Aber es ist wichtig. „Lex orandi, lex credendi“: Wie wir beten zeigt, was wir glauben. Wenn wir Kirchen nur als Gemeindesäle mit regelmäßigen Gottesdiensten behandeln, dann sagt es etwas aus über unsere Beziehung zum Allerheiligsten Sakrament. Einige werden sagen, das Schwatzen sei Ausdruck für eine gesündere und freudigere Theologie, die jeden einzelnen Menschen als Tabernakel der Gegenwart Gottes anerkennt. Die weniger Naiven dagegen werden es als weiteres Zeichen für das schwindende Bewusstsein um die göttliche Gegenwart sehen – und als mangelnde Rücksichtnahme auf andere Kirchenbesucher, die vielleicht in der Stille beten möchten.

Vorbild für die Evangelisierung Chinas

„Asia News“, das Internetportal des Päpstlichen Missionswerkes, zeigt sich erfreut über eine chinesische Bischofsweihe:

Nach dieser Bischofsweihe kann die katholische Gemeinde von Anyang zum einfachen und demütigen Vorbild für die Evangelisierung Chinas werden: in Treue zur Kirche und zum Papst und gleichzeitig im Dialog mit der Regierung, ohne die eigene Sendung zu kompromittieren.

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