Presse: Opfer inhumaner Ideologie

Die katholische Tageszeitung „La Croix“ kommentiert die Ermordung eines Franzosen durch die Terrormiliz IS:

So schrecklich der Tod eines Menschen, der an den angeblichen Verbrechen seines Landes völlig unschuldig ist, auch ist: Es war nicht die französischen Regierung, die ihn verursacht hat, indem sie sich nicht erpressen lassen oder auf den Appell der irakischen Regierung geantwortet hat, die Terroristen zu bekämpfen. Die Schuldigen sind vielmehr jene Männer, die entschieden haben, dass jene, die anders denken, leben und glauben als sie selbst, keinen Platz auf dieser Erde haben.

„Null Toleranz“ ist Königsweg

Aufgrund der Missbrauchsvorwürfe gegen den Erzbischof Josef Wesolowski mahnt die Mailänder Tageszeitung „Avvenire“:

Der Königsweg ist und bleibt die „null Toleranz“, die Benedikt XVI. schon unter Johannes Paul II. unnachgiebig verfolgt hat und die jetzt von Papst Franziskus umgesetzt wird. „Null Toleranz“ bedeutet, nichts zu verharmlosen oder gar zu vertuschen, sondern alles und alle ans Licht zu bringen, die moralische und gesellschaftliche Ächtung sexueller Handlungen mit Kindern in der ganzen Welt durchzusetzen und Gerechtigkeit und Wahrheit zu üben, mit voller Solidarität zu den Opfern. Aber „null Toleranz“ bedeutet für uns Christen auch, im Vertrauen auf das Evangelium das Böse zu bekämpfen, um ihm jene Menschen zu entreißen, die sich dieser schweren Verbrechen schuldig gemacht haben. Niemand darf für immer als verloren gelten, niemand ist von der Erlösung und von der Möglichkeit, von Gott und den Brüdern Vergebung zu erlangen, ausgeschlossen.

Großer Humor und ernster Glaube

In Madrid zeigt sich die Zeitung „La Razón“ erfreut über die Seligsprechung von Álvaro del Portillo, Prälat des Opus Dei:

Die Anekdote machte schnell die Runde: Jemand wollte ein Hotelzimmer in Madrid reservieren, und der Empfangschef antwortete: „Wir sind ausgebucht!“ Der Grund sei „das Konzert, das ein Sänger namens Álvaro im Stadion von Real Madrid gibt?“ Der neue Selige hätte sich über die Geschichte kaputtgelacht, sein Humor begleitete ihn bis zum Lebensende. Er liebte die anderen, und die anderen liebten ihn. Aber er nahm kein Blatt vor den Mund. Die Mitglieder des Opus Dei nehmen ihren Glauben ernst. Das haben sie an diesem Wochenende erneut gezeigt, durch diesen „universalen Mann aus Madrid“.

Pater Pio machte Christus sichtbar

Zum Gedenktag des heiligen Pio von Pietrelcina schreibt der „Catholic Herald“:

Was wollten die Menschen sehen, die zu ihm gingen? Sie wollten die Messe erleben und das Sakrament der Beichte empfangen. Das hätten sie auch zu Hause. Aber vielleicht ließ Pater Pio die Menschen die heiligen Geheimnisse deutlicher sehen. Vielleicht erfüllte er seine priesterlichen Pflichten so, dass sie das Wunder der Messe und das der Lossprechung durchscheinen ließen. Vielleicht war Pater Pio wie eine Glasscheibe: Die Menschen sahen durch ihn hindurch; sie sahen Christus durch ihn.

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